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KTG
Heidelberg zum vierten Mal in Folge geschlagen
(Von Bernd Roy, Heidelberg)
Ludwigshafen (br) Mit hängenden Köpfen und einer mit
202,55 zu 199,55 Punkten doch recht deutlichen Niederlage gegen
den bisherigen Tabellenletzten der 1. Kunstturn-Bundesliga TB
Oppau kehrten die Turner der KTG Heidelberg am Samstagabend vom
Rhein-Neckar-Derby in Ludwigshafen heim. Dabei hatte man sich
mit einer stabileren Mannschaftsleistung und einer Steigerung
des Gesamtpunktergebnisses gegen den deutschen Rekordmeister früherer
Jahre zumindest einen knappen Sieg und damit das Ende der
Abstiegssorgen versprochen.
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Hohe Erwartungen hatten die Heidelberger in das
Bodenturnen gesetzt, wo ihr deutscher
Jugendmeister des vergangenen Jahres Tim Tremmel seine
Übung leider erneut nicht wie geplant mit einem
angestrebtem Ausgangswert von 10,0 Punkten auf das zwölf
auf zwölf Meter große Areal brachte. Enttäuscht
musste er mit für ihn indiskutablen 7,85 P. als
Zweitschwächster von der – etwas überholungsbedürftigen
–Bodenfläche gehen. Zwar konnte KTG-Kollege Sergej
Vjalzev mit 8,75 P. im Rahmen seiner Möglichkeiten
bleiben, doch setzte auch ihm der etwas ausgetretene
Untergrund zu. Oppaus Bester Alexej Sivoklokov kam mit
der mangelnden Federkraft von unten noch am ehesten
zurecht, erhielt glatte 9 Punkte, die den Oppauern zu
einem noch kleinen Vorsprung von 35 Hundertsteln
verhalfen.
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Sebastian
Windisch bei den Spreizflanken am Boden.
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>> Auch am Pauschenpferd blieben
für Heidelberg einige Zehntelpunkte auf der Strecke, weil ein
paar der ursprünglich vorgesehenen Schwierigkeiten aus
Sicherheitsgründen ausblieben. Die Pfälzer zeigten ein höheres
Niveau, leisteten sich dabei sogar noch einen Absteiger und
vergrößerten das Führungspolster dennoch auf beruhigendere
1,80 P..
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Sergej Walzew
aus Simferopol / UKR
Höchstnote:
9,65!
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Dass der TB Oppau, selbst gemessen an den
Spitzenmannschaften der Bundesliga, zu hervorragenden
Leistungen an den Ringen im Stande ist, war kein
Geheimnis. Dass die Brüder Thomas (9,20 P.) und Michael
Cornelius (9,05 P.) mit ihrem russischen Sportsfreund Siwoklokow
gleich drei Neunerwertungen hinlegen würden,
überraschte dann doch. Der Umstand, dass zwei dieser
Übungen – aus
Verletzungsgründen oder zum Zwecke weiterer
Fehlervermeidung –
mit einem einfachen Strecksalto endeten,
verärgerte allerdings nicht nur die mitgereisten
KTG-Fans auf der Tribüne sondern auch den Ukrainer
Wialzew, der als Letzter mit 9,65 Punkten zeigte, dass
er der unbestrittene „Herr der Ringe“ der
Kunstturn-Bundesliga ist und bleibt.
Vielleicht war es die schier uneinholbare Oppauer
Führung von über 3 Punkten trotz guter eigener
Resultate an den Ringen und die bekannte „Wut im
Bauch“, welche die Heidelberger nun endlich
wachgerüttelt zu haben schien. Es folgte eine Phase von
etwa einer halben Stunde, in der die KTG konzentriert
wirkte, ihre Stärken ausspielen konnte und die
Schwächen des Gegners offen legte. |
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Das Springen über den erst kürzlich eingeführten Tisch
und das nachfolgende Barrenturnen gerieten aus Heidelberger
Sicht zu einer überlegenen, beinahe fehlerfreien Demonstration
des augenblicklichen Könnens.
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Vor dem abschließenden Reckturnen
war der Oppauer Vorsprung auf einen Punkt
zusammengeschrumpft, was berechtigten Optimismus im
Heidelberger Team aufkeimen ließ. Nach Tremmels
sauberem Auftakt und 8,25 P. war für Manfred Jäger zum
allgemeinen Entsetzen nach wenigen Übungsteilen
Schluss. Er verließ die Stange und es zeichnete sich
ab, dass Sebastian Windisch am Ende des Durchgangs in
die Rolle des „Jokers“ würde schlüpfen müssen, um
zu retten, was noch zu retten war. Ein zuviel
riskierender Vjalzev musste dann allerdings auch vom
Gerät, musste sich mit 8,50 P. begnügen, und so lag es
am Schluss in keinem Fall an Windisch, dem Youngster,
und den 7,10 P. für seine noch im Aufbau befindliche
Reckübung, dass der TB Oppau den alten Vorsprung von 3
Punkten innerhalb einer knappen halben Stunde wieder
hergestellt hatte und die sprichwörtliche „Laterne
des Tabellenletzten“ erleichtert an die KTG Heidelberg
abgeben durfte. |

Tim Tremmel
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(Bericht: Bernd
Roy/Heidelberg
Fotos: Jens Neckermann)
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TB
Oppau : KTG
Heidelberg
202,55
: 199,55
08 : 04
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32,80
: 32,45 |
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34,10
: 35,75 |
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34,45
: 33,00 |
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32,45
: 32,90 |
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35,45
: 34,00 |
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33,30
: 31,45 |
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Die besten
Sechskämpfer waren |
| 1. |
Sergej
Wialzew ( KTG Heidelberg) 53,35 |
| 2. |
Christian
Refeld (TB Oppau)
50,10 |
| 3. |
Witali
Saifulin (KTG Heidelberg)
49,60 |
TG Saar - KTV
Straubenhardt 207,70
: 206,55
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TURNKRIMI
in DILLINGEN - nichts für schwache Nerven
(Bericht von Reinhard Linder)
Auch gegen KTV
Straubenhardt ließ sich Gastgeber TG Saar nicht überraschen
und steht mit 8 : 0 Punkten als einzige Mannschaft ungeschlagen
an der Spitze der Platzierungsrunde.
Alexei
Grigoriew (Straubenhardt) war mit 54,55 Punkten bester
Mehrkämpfer.
Nichts für
schwache Nerven war der Turnkrimi zwischen der TG Saar und der
KTV Straubenhardt in der Dillinger Sporthalle. In einem absolut
hochklassigen und spannenden Wettkampf behielten die Hausherren
vor rund 300 Zuschauern dank fast fehlerfreier Übungen die
Oberhand über die Schwaben mit 207,70 zu 206,55 Punkten und
05:07 Gerätepunkten. Lediglich Sergei
Charkow patzte am Pauschenpferd, so dass TG-Betreuer
Benno Groß als Joker Waldemar Eichorn
brachte. Dieser hatte kleinere Schwierigkeiten, doch dank zweier
Absteiger auf Straubenhardter Seite gewannen die Saarländer
dieses Gerät und verkürzten den Rückstand, den ihnen am Boden
der ungarische Nationalturner Robert Gal (9,40) und seine
Mannschaftskameraden mitgegeben hatten.
>> An den
Ringen offenbarten beide Teams Schwächen, dafür setzten sie am
Sprung kräftig zu – unentschieden. Dieses Gerät war
symptomatisch für die Qualitäten beider Teams, die sich nichts
schenkten und das bislang höchste Resultat in der
Platzierungsrunde erreichten.
>> Am Barren setzten sich die Gastgeber dank Waldemar
Eichorns Übung mit dem Ausgangswert 9,7 deutlich ab.
>> Am Reck
begannen die Straubenhardter eine furiose Aufholjagd, die an der
Niederlage allerdings nichts ändern konnte. Denn die Turner von
der Saar behielten die Nerven und taten ihren Gästen nicht den
Gefallen eines Patzers. „So einen guten Wettkampf hat die TG
Saar in dieser Saison noch nie geturnt“, freute sich
Vereinsvorsitzender Paul Rupp
über das herausragende Ergebnis und den Sieg, der weiterhin die
Tabellenführung bedeutet. „Glückwunsch an meine Jungs, die
toll gekämpft und sich nicht aufgegeben haben“, war KTV-Coach
Herbert Laupp völlig
zufrieden mit der Teamleistung.
Bester Sechskämpfer
war der Straubenhardter Alexei Grigoriew mit 54,55 Punkten.
Dahinter folgten Juri Krjukow (54,20) und Robert Gal (53,15).
(aus
Dillingen: Reinhard Linder)
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TG Saar :
KTV Straubenhardt
207,70
: 206,55
05 :
07
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35,10
: 35,50 |
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35,95
: 35,95 |
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33,90
: 33,25 |
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34,90
: 33,35 |
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33,70
: 33,80 |
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34,15
: 34,70 |
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Die besten
Sechskämpfer waren.. |
| 1. |
Alexei
Grigoriew (KTV Straubenhardt)
54,55 (3.) |
| 2. |
Juri
Krjukov (TG Saar / RUS)
54,20 |
| 3. |
Robert
Gal (KTV Straubenhardt / HUN) 53,15 |
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