update: 08-Dec-2003

Stuttgart/Frankfurt

"KROLL-VORLAGE" zum Konzept Olympischer Spitzensport 2012

(Cottbus, Hannover, Oktober-2003)

Olympischer Spitzensport im DTB 2012

Präsidiumsbeschluss vom 28./29. Mai 2003:
>> Aufgabe: Erstellung eines nationalen Konzeptes „Turnen 2012“ zur zentralen Entwicklung und Steuerung des Spitzensports in den olympischen Disziplinen unter der folgenden Zielsetzung...

>> Zielsetzung: Erringung von Medaillen bei Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen 2012
>> Problemfelder: 
- Finanzierung des Gesamtsystems unter der Berücksichtigung eines Mehrbedarfes
- Verzahnung mit einer bestehenden Stützpunktstruktur – Landes- bzw. Bundesstützpunkte
- Verständigung und Kontrolle einheitlicher Kaderkriterien
- Einordnung vorhandener Strukturen in eine Gesamtzielstellung (Spitze gemeinsam entwickeln - Insellösungen)
- Verständigung zum Verfahren, wenn in den Leistungssport investiert wird, kann es nur abgestimmt und zielorientiert funktionieren
- Eine schnelle „Feinjustierung“ des Konzeptes unter Nutzung vorhandener Bewertungen und Erfahrungen zu einem Werk

>> Ziele - Konzept:
• Festlegung eines nationalen Konzeptes mit einheitlichen Standards für die leistungssportliche Struktur
- Inhalte / Rahmenbedingungen
• Bündelung der Ressourcen und Förderstrukturen
• Stärkung der leistungssportlichen Strukturen
• Stärkung der fachlichen Steuerung durch den DTB, basierend auf einer Anleitung, Unterstützung, Beratung der DTB-Talentschulen und DTB-Turnzentren
DTB-Talentschulen

>> Ziele der DTB-Talentschule

• Erhöhung der Anzahl der ausgebildeten Talente
• forcierte Grundlagenausbildung für Talente
• Professionalisierung der Talentschulung
>> Inhalte der DTB-Talentschule
• Einheitliches Ausbildungsprogramm für die Jahrgangsstufen 6-8 und 8-10
• Einheitliches Anforderungsprofil für die Übergabe zum Turnzentrum ab 10
• Einheitliche Tests für Sichtung
• Einheitliche Wettbewerbe (Talentschulcup Strukturen
• 1 hauptamtlicher Trainer/1 Leiter der Talentschule (Trainer verfügen mindestens über eine B-Lizenz)
• Gerätehalle mit feststehenden Geräten inkl. Trampolin
• Leistungsstarker Träger (LTV, Verein) und Partner mit Angeboten für „Aussteiger“
• Wünschenswert sportbetonte Grundschule am Ort
• Einzugsgebiet beträgt max. 40 Km

 

DTB-Turnzentren (Landes-und Bundesstützpunkte)
>> Ziele der DTB-Turnzentren
• Entwicklung von Spitzensportlern – Erreichung einer int. Chancengleichheit
• Absicherung der Formalzielstellung
• Schaffung von professionellen Bedingungen für Aktive und Eltern
>> Inhalte der DTB-Turnzentren
• Verbindliche Umsetzung von DTB-Rahmentrainingsplänen und Anforderungsprofilen
• Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen
• medizinische u. physiotherapeutische Betreuung in Anbindung an einen Olympiastützpunkt
• Laufbahnberatung für die Aktiven
• Betreuung der zugeordneten DTB-Talentschulen Strukturen
• 1 hauptamtlicher Standortmanager (SM) + 5 Trainer
• Anbindung des SM an den DTB, die Trainer an den Träger des Turnzentrums
• Träger ist der LTV oder ein Trägerverein
• Vorhandensein einer Eliteschule des Sports in der Regel ab Klasse 5 und die Möglichkeit von
   Schulzeitstreckungen ab Kl. 10
• Vollzeitinternat mit professioneller päd. Betreuung                    >> Struktur-Beispiel 1
 
>> Standortmanager:
Leitet die Prozesse vor Ort, bei den Standorten, wo durchgängige Leistungssportstrukturen vom Nachwuchs bis zu den Nationalteams einschließlich einer genügenden Kaderkonzentration gesichert ist
Finanzierung/Anstellung: DTB in Verbindung mit den Regionen, Dienstaufsicht und Fachaufsicht beim DTB
> Aufgaben eingebettet in das Planungs- und Leitungsgefüge des DTB:
1. Strategische, inhaltliche und organisatorische Leistung des Gesamtprozesses der Sportart am Standort, einschließlich personalrechtlicher Fragen
2. Planmäßige Anleitung und Kontrolle des Trainerstammes in Theorie und Praxis (Trainings- und Wettkampfhospitation, Kontrolle der Planungs- und Auswertungsunterlagen der Trainer)
3. Regelmäßige Durchführung von Trainerberatungen
4. Zusammenarbeit mit den für Leistungssport zuständigen Mandatsträgern in der Region
5. Organisation und Kontrolle der Zusammenarbeit mit der Eliteschule des Sports sowie des Wohnheimes
6. Sicherung der planmäßigen Zusammenarbeit mit den Vereinen im Einzugsgebiet des Stützpunktes sowie Kontrolle der geplanten Kadermaß- bzw. Sichtungsmaßnahmen
7. Planung, Organisation und Kontrolle der Trainings- und Wettkampfmaßnahmen
8. Dokumentation der Aktivitäten

>> Struktur-Beispiel 2                    >> Struktur 3: Talentschulen


Strukturen
- Unterschiedliche Fördersysteme, Vorhandenes bündeln oder im Sinne der Zielerreichung verändern
Abgabeprinzipien beachten - internationale Erfolge über ein Team
- Partner: Vereine, Kommune, LSB, Länder sowie der Bund, Sponsoren
Trainer
- Motivation/Ausbildungsoffensive
- Anerkennung als Trainer – berufliche Perspektive nach einer „Karriere“

Nationalmannschaft
- Konzentration der Kräfte sowie des Know-how , mögliche Wege zur Umsetzung

Nationale Entwicklungstendenzen und Hauptursachen für Leistungsfortschritte –
Quelle:  Auswertbericht IAT Olympia Salt Lake City 2002
1. Leistungswirksame Trainingskonzepte werden vervollkommnet und hohe Trainingsbelastungen in Einheit mit wirkungsvoller Regeneration umgesetzt
2. Leistungs- und Trainingsmaßstäbe sind bei Sportlern und Trainern auf das Erreichen der Weltspitze konzentriert
3. Der Trainingsprozess wird durch langjährig arbeitende leistungssporterfahrene Trainer  realisiert
4. Es gelingt die kontinuierliche und leistungswirksame Heranführung von Anschlusskadern an den Spitzenbereich.
5. Internationale Entwicklungstendenzen werden frühzeitig erkannt und in Trainingsstrukturen umgesetzt
6. Die Trainingsperiodisierung und die Anwendung von Trainingsprinzipien sind auf die Wettkampfsysteme abgestimmt.
7. Es gelingt die Umsetzung abgestimmter Konzepte in der Zusammenarbeit zwischen Heim- und Lehrgangstraining8. Die Trainingssteuerung erfolgt auf der Grundlage eines Trainer-Beratersystems
9. Das nationale Wettkampfsystem ist auf eine zielgerichtete Vorbereitung der Jahreshöhepunkte ausgerichtet und steht in Übereinstimmung mit individuellen Wettkampfinteressen
10. Eine leistungssportliche Lebensführung wird umgesetzt
S. Kroll: Abschluss – meine Ziele 
Ø- Schaffung einer durchgängigen Struktur unter sportfachlicher Führung des Spitzenverbandes in Kooperation mit den Ländern – Voraussetzung klares Konzept
Ø- Unter Mitwirkung der Experten eine Verfeinerung der Inhalte
Ø- Gewinnung der Vereine, der LTV sowie der Trainer mit dem Ziel alle Kräfte zu bündeln, um den Abstand zur Weltspitze zu verringern
Ø- Überzeugung der Geldgeber auf kommunaler- bzw. Landesebene in dieses Vorhaben zu investieren
Ø- Schrittweise Umsetzung mit laufenden Ergebniskontrollen
Sylvio Kroll

- Diese Schwerpunkte einer Powerpoint-Präsentation wurden von Sylvio Kroll im Oktober dem Präsidium des DTB in Hannover vorgestellt.
- Dies führte nach Kenntnisnahme am 29. November in Stuttgart zu einem Beschluss des DTB Hauptausschusses

(gymmedia)

 

>>  Beschluss des DTB Hauptausschusses

(- am Rande des DTB-Pokals am 29.Nov 2003 in Stuttgart)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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