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Patras, 21-Apr-2002

Finale Juniorinnen: 
Anna Pawlowa erfolgreichste Juniorin der EM

From Patras: Nora Schuler (GER); Photos by Massimo Cogliati (ITA)

Am Sprung zeigen die Juniorinnen zwei verschiedene Sprünge, die aber aus der gleichen Sprunggruppe sein können. Die Endwertung wird dann aus dem Durchschnitt beider Einzelnoten ermittelt. Die Turnerinnen starten in der Reihenfolge, in welcher sie sich für dieses Finale qualifiziert haben, wobei die Turnerin mit der niedrigsten Wertung aus der Qualifikation den Finalwettkampf beginnt.  Anna Pawlowa gewann dieses Finale ohne Probleme mit einem guten Jurtschenko Doppelschraube und einem ebenso auf den Punkt gestandenen zweiten Sprung. Als letzte Starterin ging Monica Rosu zunächst in Führung mit einem dynamischen Jurtschenko Doppelschraube, den darauf folgenden Jurtschenko 1 ½ Schraube konnte sie aber nicht zum Stand bringen. Ihre Mannschaftskameradin Iuliana Chindea zeigte im ersten Sprung nur einen Jurtschenko mit ganzer Schraube, aber mit ihrem zweiten Sprung, einem Jurtschenko mit 1 ½ Schraube, konnte sie sich die Silbermedaille sichern.

Vier TurnerinnenKositsch, Mastrogiannopoulou, Teslenko und Bismpikou – präsentierten am Stufenbarren Übungen mit einem Ausgangswert von 10,0. Beide Russinnen hatten einen Sturz beim Jägersalto zu verzeichnen, wobei Polina Miller den Holm deutlich verfehlte und flach auf dem Bauch landete, während Anna Pawlowa den Holm zuerst noch greifen konnte, dann aber abrutschte. Damit war der Weg frei für Alina Kositsch, die so gut wie fehlerfrei turnte – abgesehen vielleicht von ihren geöffneten Beinen beim Pak-Salto – und ihre Übung flüssig präsentierte. Griechenland hatte Grund zum feiern, Maria Mastrogiannopoulu erturnte sich Silber mit einer Übung, welche eine Kombination aus zwei Stalder gebückt (beide mit gebeugten Armen) – ganze Drehung – Tkatchev beinhaltete. Die zweite Ukrainerin im Finale Inna Teslenko sicherte sich die Bronzemedaille mit einer schönen Übung, einem Tkatchev und einem sehr guten Doppelsalto vw. Abgang.

Im Balkenfinale gab es zwei Stürze – den einen von Stefani Bismpikou (beim Seitwärtssalto) und den anderen von der Italienerin Michela Merzario (Beim Hocksprung mit ganzer Drehung). Floarea Leonida hatte die einzige Übung in diesem Finale mit einem Ausgangswert von 10,0. Diese präsentierte sie aktionsreich und mit Schwierigkeiten vollgepackt – Flick-Flack – Rückwärtssalto gehockt mit ganzer Schraube; freier Überschlag vw. – Flick-Flack einarmig – Strecksalto; Hockspreizsprung mit ganzer Drehung. Anna Pawlowa turnte solide – Flick-Flack mit ganzer Schraube – Onodi und als Abgang eine Dreifach- Schraube. Allerdings stand sie aufgrund ihres niedrigeren Ausgangswertes von 9,8 hinter Leonida zurück. Jelena Anoschina hatte einen Wackler bei ihrem Flick-Flack mit ganzer Schraube, brachte den Twistsalto aus dem Stand allerdings auf den Punkt und erturnte sich damit den dritten Platz (ihr Ausgangswert: 9,6). Die zweite Rumänin in diesem Finale Alexandra Eremia zeigte einen originellen Angang mit Aufgrätschen und freier Stützwaage und brachte ihre Kombination aus freier Überschlag vw. – Flick-Flack – Strecksalto zum Stand. Mit dieser Übung landete sie auf Platz 4.

Im Bodenfinale sicherte sich die Ukraine ihre zweite Goldmedaille. Mirabella Akhunu übernahm die Führung und gab diese auch nicht mehr ab. Sie zeigte eine Übung mit großartiger Akrobatik (Tsukahara gehockt; Doppeltwist vw; 2 Temposalti – 2 1/1 Schraube und eine Dreifach- Schraube), bei der sie die freche Choreographie sehr schön präsentierte. Auch Floarea Leonida zeigte gute Akrobatik – Tshukahara; 2 ½ Schraube – Salto vw.; Doppelsalto gebückt und Dreifach- Schraube – und erfreute das leider nur spärlich vorhandene Publikum mit ihrer poppigen türkischen Musik. Durch einen Schritt zur Seite nach ihrer zweiten Akrobahn musste sie allerdings etwas in ihrer Wertung einbüßen. Monica Rosu sicherte sich mit sauber präsentierter Akrobatik die Bronzemedaille. Anna Pawlowa konnte ihre Dreifach- Schraube nicht ganz zu Ende drehen und pfuschte etwas bei einigen ihrer gymnastischen Elemente, während Patricia Moreno nach ihrer 2 ½ Schraube – Salto vw. gestreckt Kombination zurück stolperte und somit eine Medaille verpasste.

Übersetzung: Lisa Worthmann

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