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Bilanz
und Anregungen
Unzureichende
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei einer Europameisterschaft |
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W.Hassepaß
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Als
Bundespressewart des DSAB bin ich grundsätzlich bemüht, die
Sportakrobatik einer möglichst breiten Öffentlichkeit bekannt
zu machen.
Selbst als Trainer seit über 20 Jahren erfolgreich tätig, kann
ich auf eine gute fachliche Kompetenz zurückgreifen. Auch das
Fotografieren ist schon seit vielen Jahren ein Hobby von mir.
Die Reise nach Faro wurde auf Beschluss des Präsidiums des DSAB
von diesem finanziert und ich war Teil der deutschen Delegation.
Dazu gehörte in meiner Wahlfunktion eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. |
In
Faro selbst war diesbezüglich zunächst nichts vorbereitet! Es
gab weder eine Pressebetreuung, noch ein Pressezentrum mit der
notwendigen technischen Ausrüstung.
Der einzige Internetzugang über das Organisationsbüro war zunächst völlig
blockiert für andere Aufgaben, wie mir erklärt wurde. Ich habe meine
Probleme den UEG-Verantwortlichen angetragen. Dadurch erhielt ich vom
Veranstalter die Möglichkeit, eigenständig zu handeln. Den
Internetzugang konnte ich auf Weisung des Verantwortlichen nur
nachts nutzen. Tagsüber wurde der Anschluss nicht freigegeben. Ein
portugiesischer Freund der Sportakrobatik und Informatiker hat mir dann
mit seinem persönlichen Zugang sehr geholfen.
Während der Wettkämpfe hatte ich
einen sehr guten Platz, der es mir ermöglichte, vieles sofort
mitzuschreiben, aber auch gleichzeitig Fotos zu machen.
Die Ergebnislisten bekam ich sehr hilfsbereit von den Mitarbeitern der
Firma LONGINES/Swiss timing direkt nach dem Wettkampf auf meine Diskette
überspielt.
Über die Wettkampfpausen hinweg konnte ich entsprechendes Material wie
Texte, Fotos und die Ergebnisse zum Versand vorbereiten. Mittags- und
Abendmahlzeiten fielen dadurch aus.
Der ursprünglich geplante Versand der Inhalte an mehrere Adressen (z.
B.DPA) war unter den Umständen nicht möglich.
GYMmedia war in diesem Falle die richtige
Adresse, da ich hier über eine professionelle Verarbeitung
einen möglichst breiten Zugangskreis zu erwarten hatte. Alle weiteren
verwies ich per Telefon an GYMmedia, mit dem Hinweis, dass hier alle nur
möglichen Daten zur Verarbeitung ankommen würden. Dies wurde auch
genutzt.
Die UEG-Verantwortlichen haben mich gut unterstützt.
Vom Generalsekretär der UEG Jean-Michel Mayor bin ich gebeten worden,
eine Einschätzung über diese EM für das Bulletin der UEG zu
schreiben. Zur großen Zufriedenheit der UEG hatte ich diese Aufgabe
bereits zu den Junioreneuropameisterschaften in Winterthur übernommen.
An den Wettkampftagen habe ich etwa 15 Stunden gearbeitet, um meinen
Teil zu tun ein weltweites Forum zu informieren.
Bei GYMmedia möchte ich mich für die kooperative Zusammenarbeit im
Interesse unserer Sportart bedanken! Die hohen Zugriffsquoten in den
letzten Tagen haben diese Arbeit als lohnenswert bestätigt.!
Die
gemachten Erfahrungen zeigen, dass die Arbeit für die Öffentlichkeit
größtenteils noch unterbewertet wird. Zu dieser Einschätzung
komme ich auch innerhalb meiner 7jährigen Tätigkeit als Pressewart.
Vom Internationalen Verband sollte eine Checkliste für die Öffentlichkeitsarbeit
für die Veranstalter vorliegen und diese bei der Verwirklichung
kontrolliert werden. Dass es funktioniert, zeigt auch das letzte
positive Beispiel zur WM in Gent 1999.
Diese Hinweise habe ich auch den
Verantwortlichen der UEG und der FIG gegeben und hoffe, dass dieser
Problematik zu Internationalen Wettkämpfen mehr Beachtung geschenkt
wird.
Der Wettkampf selbst lief ausgezeichnet
organisiert ab. Dadurch, dass das Einturnen in einer
Nebenhalle durchgeführt wurde, gabt es fast keine Pausen und somit
waren für die Zuschauer diese Meisterschaften wesentlich kurzweiliger
und interessanter. Gut geschulte Kampfrichter kamen ausgezeichnet mit
dem neuen Wertungssystem zurecht. Die Anzeigetafeln hätten den
Lichtverhältnissen entsprechend vielleicht etwas stärker sein können.
Die Wertungen waren sehr schnell und gut verständlich zu erkennen.
Der Wettkampf und alles darum herum war sehr
gut von den Portugiesen vorbereitet, aber die Öffentlichkeitsarbeit
kam insgesamt zu kurz weg. Hier ist auch von den internationalen Verbänden
unbedingt auf eine Verbesserung zu achten, denn die Sportakrobatik möchte,
dass sie mit einem ansprechenden Bekanntheitsgrad 2008 ins
olympische Programm einsteigt.
Werner Hassepaß
(Werner Hassepaß berichtete
als GYMmedia-Korrespondent im Vorfeld der EM sowie während der
Wettkämpfe auch täglich direkt aus der Sporthalle des Sporting
Clubs Farese in Faro)
 
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