17-May-2001

20th European Championships
Sports Acrobatics 2001

10-12 May  F A R O / Portugal

 

Bilanz und Anregungen
Unzureichende Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei einer Europameisterschaft

   Gedanken zu meiner Arbeit während der Akro-EM in Faro
      
( von Werner Hassepaß, Bundespressewart des Deutschen Sportakrobatik-Bundes

 


W.Hassepaß

Als Bundespressewart des DSAB bin ich grundsätzlich bemüht, die Sportakrobatik einer möglichst breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Selbst als Trainer seit über 20 Jahren erfolgreich tätig, kann ich auf eine gute fachliche Kompetenz zurückgreifen. Auch das Fotografieren ist schon seit vielen Jahren ein Hobby von mir.
 
Die Reise nach Faro wurde auf Beschluss des Präsidiums des DSAB von diesem finanziert und ich war Teil der deutschen Delegation. Dazu gehörte in meiner Wahlfunktion eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit.

In Faro selbst war diesbezüglich zunächst nichts vorbereitet! Es gab weder eine Pressebetreuung, noch ein Pressezentrum mit der notwendigen technischen Ausrüstung. 
Der einzige Internetzugang über das Organisationsbüro war zunächst völlig blockiert für andere Aufgaben, wie mir erklärt wurde. Ich habe meine Probleme den UEG-Verantwortlichen angetragen. Dadurch erhielt ich vom Veranstalter die Möglichkeit, eigenständig zu handeln. Den Internetzugang  konnte ich auf Weisung des Verantwortlichen nur nachts nutzen. Tagsüber wurde der Anschluss nicht freigegeben. Ein portugiesischer Freund der Sportakrobatik und Informatiker hat mir dann mit seinem persönlichen Zugang sehr geholfen.
Während der Wettkämpfe hatte ich einen sehr guten Platz, der es mir ermöglichte, vieles sofort mitzuschreiben, aber auch gleichzeitig Fotos zu machen.
Die Ergebnislisten bekam ich sehr hilfsbereit von den Mitarbeitern der Firma LONGINES/Swiss timing direkt nach dem Wettkampf auf meine Diskette überspielt.
Über die Wettkampfpausen hinweg konnte ich entsprechendes Material wie Texte, Fotos und die Ergebnisse zum Versand vorbereiten. Mittags- und Abendmahlzeiten fielen dadurch aus.
Der ursprünglich geplante Versand der Inhalte an mehrere Adressen (z. B.DPA) war unter den Umständen nicht möglich.
GYMmedia war in diesem Falle die richtige Adresse, da ich hier über eine professionelle Verarbeitung einen möglichst breiten Zugangskreis zu erwarten hatte. Alle weiteren verwies ich per Telefon an GYMmedia, mit dem Hinweis, dass hier alle nur möglichen Daten zur Verarbeitung ankommen würden. Dies wurde auch genutzt.
Die UEG-Verantwortlichen haben mich gut unterstützt.
Vom Generalsekretär der UEG Jean-Michel Mayor bin ich gebeten worden, eine Einschätzung über diese EM für das Bulletin der UEG zu schreiben. Zur großen Zufriedenheit der UEG hatte ich diese Aufgabe bereits zu den Junioreneuropameisterschaften in Winterthur übernommen.
An den Wettkampftagen habe ich etwa 15 Stunden gearbeitet, um meinen Teil zu tun ein weltweites Forum zu informieren.
Bei GYMmedia möchte ich mich für die kooperative Zusammenarbeit im Interesse unserer Sportart bedanken! Die hohen Zugriffsquoten in den letzten Tagen haben diese Arbeit als lohnenswert bestätigt.!

Die gemachten Erfahrungen zeigen, dass die Arbeit für die Öffentlichkeit größtenteils noch unterbewertet wird. Zu dieser Einschätzung komme ich auch innerhalb meiner 7jährigen Tätigkeit als Pressewart.
Vom Internationalen Verband sollte eine Checkliste für die Öffentlichkeitsarbeit für die Veranstalter vorliegen und diese bei der Verwirklichung kontrolliert werden. Dass es funktioniert, zeigt auch das letzte positive Beispiel zur WM in Gent 1999.
Diese Hinweise habe ich auch den Verantwortlichen der UEG und der FIG gegeben und hoffe, dass dieser Problematik zu Internationalen Wettkämpfen mehr Beachtung geschenkt wird.
Der Wettkampf selbst lief ausgezeichnet organisiert ab. Dadurch, dass das Einturnen in einer Nebenhalle durchgeführt wurde, gabt es fast keine Pausen und somit waren für die Zuschauer diese Meisterschaften wesentlich kurzweiliger und interessanter. Gut geschulte Kampfrichter kamen ausgezeichnet mit dem neuen Wertungssystem zurecht. Die Anzeigetafeln hätten den Lichtverhältnissen entsprechend vielleicht etwas stärker sein können. Die Wertungen waren sehr schnell und gut verständlich zu erkennen.
Der Wettkampf und alles darum herum war sehr gut von den Portugiesen vorbereitet, aber die Öffentlichkeitsarbeit kam insgesamt zu kurz weg. Hier ist auch von den internationalen Verbänden unbedingt auf eine Verbesserung zu achten, denn die Sportakrobatik möchte, dass  sie mit einem ansprechenden Bekanntheitsgrad 2008 ins olympische Programm einsteigt.
Werner Hassepaß

(Werner Hassepaß berichtete als GYMmedia-Korrespondent im Vorfeld der EM sowie während der Wettkämpfe auch täglich direkt aus der Sporthalle des Sporting Clubs Farese in Faro)

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 (Online-Red. E.Herholz)

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17-May-2001

 

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