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Die Damengruppe aus Deutschland fällt verletzungsbedingt aus. Beim
Training zog sich Angela Di Liberti bedauerlicherweise einen Knöchelbruch
zu, wie heute erst festgestellt wurde. Sie wird gleich hier operiert.
Wir wünschen ihr gute Besserung.
Das Herrenpaar aus Frankreich Yannis Odru/Aurelien Biserier sucht erst
einmal den Einstieg. Gegen diese harte Konkurrenz werden sie wohl keine
Chance haben, aber sie beleben zumindest das Geschäft; im nächsten
Jahr wird man bei ihnen viel mehr sehen.
 
Die
Damengruppe aus Frankreich Celia Bardy/Elodie Chaussenot/Claire Pezet
war schon erstaunlich gut, immerhin gab es gleich am Anfang einen Tsukahara gebückt, aber einige Unsicherheiten in Landung und beim Fangen
lassen keinen Spitzenplatz zu.
Nun kommt die Damengruppe aus Polen Katarzyna Majewska/Anna Godek/Joana
Pokwapisz. Sie hat ihr Programm ihren Bedingungen angepasst, aber durch
die Partnerwechsel sind sie noch nicht wieder da, wo sie schon mal waren.
Im Tempobereich zeigen sie die meist üblichen doppelten Saltos vor und
rückwärts mit geringen technischen Mängeln.
 
Das polnische Herrenpaar war schon
einmal vor längerer Zeit zur EM oder EM. Sie haben fleißig gearbeitet.
Die einarmigen Flaggenpositionen in verschieden Kombinationen waren
schon fantastisch.
 
Die
Herrengruppe aus Polen Jacek Marks/Pawel Pater/Rafal Urbaniak zeigte
eine relativ stabile Basis mit zwei Unterleuten und der Oberpartner
zeigte auf dem Kopf des Mittelpartners gekonnt und sicher
Einarmvarianten.
Herrenpaare aus Aserbaidschan wie Razzag
Babyev/Alibek Guseinov gehören eigentlich zum Standart einer
Meisterschaft. Allerdings sind die Bedingungen dort nicht leichter
geworden, denn sonst kamen von dort auch ausgezeichnete Vierergruppen.
Das Muslimischen Land entsendet keine Damen. Das Herrenpaar war gut,
allerdings in der Choreographie etwas steif.
Die drei Damen aus den Niederlanden gaben ihr bestes und es ist erstaunlich,
was sie aus sich in diesen Größenverhältnissen herausbrachten. Da
stand der gestreckte Salto mit 360° Längsachsendrehung auf dem Knoten,
da kam ein Tsukahara gebückt und vieles mehr.
Die Nummer dreizehn im Programm bietet
feinstes. Es ist immer wieder eine Augenweide, die Damengruppe aus
Belarus Katsiaryna Katsuba/Zinaida Sazonava/Viktiriya Arabei anzusehen.
Mit schwierigen äußerst präzisen Elemente, teilweise im Spagat auf
der Schulter gefangen und das mit spielerischer Leichtigkeit wie Baletttänzerinnen.
 
Das Herrenpaar aus Belarus Alexej Liubezny/Anatoli Baravlkuo war schon
mehrmals zu internationalen Meisterschaften. Sie bringen ihr Programm,
aber bei dieser Konkurrenz wird es schwer.
 
Die
Vierergruppe von Belarus Vladimir Maliutsin/Dzanis Maskalenka/Alexej
Buiniakou/Ruslan Zaletski macht alles ganz toll in der Vorstellung und
wunderbare Kombinationen, aber zum Schluss bauten sie noch ab - der Finalplatz
ging verloren.
Die Damengruppe aus Bulgarien Daniela Velcheva/Diana Chakalova/Maria
Tashevska zeigt ein solides Programm, aber das ganz Tolle ist es noch
nicht. Auch viele kleine Unsicherheiten bringen noch keine Spitze.
 
Ganz anders das Herrenpaar aus Bulgarien Radostin Nikolov/Anton Ivanov,
die Höchstschwierigkeiten nacheinander reiht als sei es ein leichtes.
Sie werden weit vorn landen.
 
Die
Herrengruppe aus Bulgarien Anislav Varbanov/Nikolay Nikolov/Marian
Hristov/Stilian Bojinov setzte unter ihre Pyramide eine Brücke. Die
Mittelpartner standen auf den Oberschenkeln. Der obere Mittelmann stieg
von der „Stuhlpyramiden“ hoch auf die Schultern des unteren
Mittelmannes, der Oberpartner stand im Krokodil.
Ein Höhepunkt des Nachmittags ist die Damengruppe aus Russland Swetlana
Kushu/Elena Arakeljan/Jekaterina Lysenko. Das geht da gleich los mit
ihrem berühmten 13/4 Salto, perfekt. Weiter bieten sie auch Vorwärtsvarianten
bis zu 9/4 Saltos. Die Oberpartnerin dreht sich wie eine Murmel, aber Längsdrehungen
scheint nicht so ihr Ding zu sein. Zum Schluss kommt ganz locker ein
12/4-Salto, technisch perfekt.
 
Das Herrenpaar aus Russland Ivan Poletaev/Alexander Privalov ist nun aus
dem Juniorenalter raus und zeigt hier höchste Akrobatik, die geht bis
zur einarmigen freien Stützwaage.
 
Was
machte die Herrengruppe Aleksei Gribtsov/Pavel Pozdniakov/Konstantin
Kovalev/Serguei Kholodkov aus Russland? Sie pokerte. Mit einen der
niedrigsten Schwierigkeit nur mit Krokodil auf dem Kopf reicht es wahrscheinlich
für das Finale.
Auf die Damengruppe aus Belgien Elke Thirion/Inge Dries/Elke Knaepkens
war man gespannt! Aber so ganz haben sie dann doch nicht überzeugt, auch
wenn ein schwieriges Programm gezeigt wurde. Für ganz vordere Plätze ist
das noch zu
wenig.
Die Damengruppe aus Ungarn Brigitta Ferenczi/Agnes
Renneczeder/Melinda Rezsnyak war noch nicht auf EM-Niveau. Sicherlich
eine Bereicherung, aber sie müssen noch viel trainieren, um nur
halbwegs an dieses hohe Niveau heranzukommen.
 
Erstes
Fazit: Das war der
erste Vorkampftag mit allen Aktiven. Vielleicht noch eine Ergänzung zum
Regelwerk. Wenn weniger als 12 Teilnehmer am Start sind, kommen nur die
ersten sechs ins Finale. Somit die Deutschen heute nicht dabei. Im
Finale werden die Schwierigkeitsgrundanforderungen noch einmal
hochgesetzt. So können die Endnoten unter Umständen etwas tiefer
ausfallen.
 
Im Finale wird sich das meiste in den Übungen
wiederholen, aber hier und da könnte dieser oder jener noch etwas
draufgepackt haben. Gespannt darf man hier auf die russische Vierer
sein! (Werner Hassepaß)
back to part I / zurück zu Teil I
Die
ersten Finals / First finals
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