02-May-2001

20th European Championships
Sports Acrobatics 2001

10-12 May  F A R O / Portugal

 

Erster Wettkampftag / First day,  part II
(Donnerstag / Thursday, May, 10th

 

   EM Sportakrobatik:  Erster Tag, Teil 2

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Die ersten Finals / First finals

(GYMmedia-Korrespondent Werner Hassepaß, berichtet direkt aus der Sporthalle des Sporting Clubs Farese in Faro)

Der zweite Teil des Vorkampfes folgte am Nachmittag des ersten Tages mit den drei Disziplinen Herrenpaar Balance, Damengruppe Tempo und Herrengruppe Balance

Der Einstieg begann gleich mit einer Klasseübung von der Damengruppe aus Großbritannien Emily Crocker/Emily Collins/Toni Cox. Sie zeigten gleich einen großartigen Tsukahara gestreckt in bester Qualität. Damit hatten sie erst einmal Maßstäbe gesetzt.
  Das Herrenpaar aus Großbritannien Ashley Beaver/Gareth Hopkins läßt ihre Vorgänger durchaus vergessen. Sie sind auch eine klasse, aber ganz anders. Ausgezeichnete Einarmer-Kombinationen und Varianten mit Stützwaage auf der Kerze.
  Auch die Herrengruppe aus Großbritannien Barry Hindson/Scott Patterson/Stuart McKenzie/David Scott bringt auch nur Ktokodil. 

Die zwei Herren aus der Ukraine Serhiy Postemstyy/Leonid Tsybriy zeigten feinste Akrobatik mit schwierigen Einarmer-Kombinationen auf dem langen Arm oder auf dem Kopf.

Die Damengruppe aus der Ukraine Olena Durnyeva/Oksana Ivanenko/Olena Khomenko zeigten viele schwierige Würfe aus dem Knotenhandstand im Knoten, interessant dabei der etwa 6/4-Salto in den Seitspagat auf den Schultern gefangen.
  Was sich Vierergruppen jetzt einfallen lassen, um eine hohe artistische Note abzufassen! Die Ukrainische Gruuppe Andriy Polushnyy/Oleksander Sakolov/Serhiy Sakun/Dmytro Zemlyanyy war einfach klasse, hohe Schwierigkeit und und saubere Ausführung.

Das Herrenpaar aus Portugal Ivo Vilaca/Nuno Vidal ist schon von einigen Meisterschaften her bekannt. Wie zu sehen ist konnten sie sich weiterhin steigern. Da steckt viel Fleiß dahinter.

  Die Damengruppe aus Portugal Joana Goncalves/Diana Guerreiro/Ines Areia zeigt, dass man in Portugal auch gute Akrobatik  bauen kann. Es ist ein beachtliches Programm, was die drei drauf haben. Angefangen wurde mit einem Tsukahara gebückt, danach noch viele Doppeltvarianten mit und ohne Längsdrehungen.
  Die Herrengruppe aus Portugal Pedro Emido/Joao Oliveira/Sergio Mateus/Viktor Silva war eine Überraschung. Zwar hatte sie sich auch eine leichtere Basis gewählt, aber was darauf an Verwandlungen hinzauberte, ließ alle im Saal schon staunen.

 

Die Damengruppe aus Deutschland fällt verletzungsbedingt aus. Beim Training zog sich Angela Di Liberti bedauerlicherweise einen Knöchelbruch zu, wie heute erst festgestellt wurde. Sie wird gleich hier operiert. Wir wünschen ihr gute Besserung.

Das Herrenpaar aus Frankreich Yannis Odru/Aurelien Biserier sucht erst einmal den Einstieg. Gegen diese harte Konkurrenz werden sie wohl keine Chance haben, aber sie beleben zumindest das Geschäft; im nächsten Jahr wird man bei ihnen viel mehr sehen.
  Die Damengruppe aus Frankreich Celia Bardy/Elodie Chaussenot/Claire Pezet war schon erstaunlich gut, immerhin gab es gleich am Anfang einen Tsukahara gebückt, aber einige Unsicherheiten in Landung und beim Fangen lassen keinen Spitzenplatz zu.

Nun kommt die Damengruppe aus Polen Katarzyna Majewska/Anna Godek/Joana Pokwapisz. Sie hat ihr Programm ihren Bedingungen angepasst, aber durch die Partnerwechsel sind sie noch nicht wieder da, wo sie schon mal waren. Im Tempobereich zeigen sie die meist üblichen doppelten Saltos vor und rückwärts mit geringen technischen Mängeln.
  Das polnische Herrenpaar war schon einmal vor längerer Zeit zur EM oder EM. Sie haben fleißig gearbeitet. Die einarmigen Flaggenpositionen in verschieden Kombinationen waren schon fantastisch.
  Die Herrengruppe aus Polen Jacek Marks/Pawel Pater/Rafal Urbaniak zeigte eine relativ stabile Basis mit zwei Unterleuten und der Oberpartner zeigte auf dem Kopf des Mittelpartners gekonnt und sicher Einarmvarianten.

Herrenpaare aus Aserbaidschan wie Razzag Babyev/Alibek Guseinov gehören eigentlich zum Standart einer Meisterschaft. Allerdings sind die Bedingungen dort nicht leichter geworden, denn sonst kamen von dort auch ausgezeichnete Vierergruppen. Das Muslimischen Land entsendet keine Damen. Das Herrenpaar war gut, allerdings in der Choreographie etwas steif.

Die drei Damen aus den Niederlanden gaben ihr bestes und es ist erstaunlich, was sie aus sich in diesen Größenverhältnissen herausbrachten. Da stand der gestreckte Salto mit 360° Längsachsendrehung auf dem Knoten, da kam ein Tsukahara gebückt und vieles mehr.

Die Nummer dreizehn im Programm bietet feinstes. Es ist immer wieder eine Augenweide, die Damengruppe aus Belarus Katsiaryna Katsuba/Zinaida Sazonava/Viktiriya Arabei anzusehen. Mit schwierigen äußerst präzisen Elemente, teilweise im Spagat auf der Schulter gefangen und das mit spielerischer Leichtigkeit wie Baletttänzerinnen.
  Das Herrenpaar aus Belarus Alexej Liubezny/Anatoli Baravlkuo war schon mehrmals zu internationalen Meisterschaften. Sie bringen ihr Programm, aber bei dieser Konkurrenz wird es schwer.

  Die Vierergruppe von Belarus Vladimir Maliutsin/Dzanis Maskalenka/Alexej Buiniakou/Ruslan Zaletski macht alles ganz toll in der Vorstellung und wunderbare Kombinationen, aber zum Schluss bauten sie noch ab - der Finalplatz ging verloren.

Die Damengruppe aus Bulgarien Daniela Velcheva/Diana Chakalova/Maria Tashevska zeigt ein solides Programm, aber das ganz Tolle ist es noch nicht. Auch viele kleine Unsicherheiten bringen noch keine Spitze.
  Ganz anders das Herrenpaar aus Bulgarien Radostin Nikolov/Anton Ivanov, die Höchstschwierigkeiten nacheinander reiht als sei es ein leichtes. Sie werden weit vorn landen.
  Die Herrengruppe aus Bulgarien Anislav Varbanov/Nikolay Nikolov/Marian Hristov/Stilian Bojinov setzte unter ihre Pyramide eine Brücke. Die Mittelpartner standen auf den Oberschenkeln. Der obere Mittelmann stieg von der „Stuhlpyramiden“ hoch auf die Schultern des unteren Mittelmannes, der Oberpartner stand im Krokodil.

Ein Höhepunkt des Nachmittags ist die Damengruppe aus Russland Swetlana Kushu/Elena Arakeljan/Jekaterina Lysenko. Das geht da gleich los mit ihrem berühmten 13/4 Salto, perfekt. Weiter bieten sie auch Vorwärtsvarianten bis zu 9/4 Saltos. Die Oberpartnerin dreht sich wie eine Murmel, aber Längsdrehungen scheint nicht so ihr Ding zu sein. Zum Schluss kommt ganz locker ein 12/4-Salto, technisch perfekt.
  Das Herrenpaar aus Russland Ivan Poletaev/Alexander Privalov ist nun aus dem Juniorenalter raus und zeigt hier höchste Akrobatik, die geht bis zur einarmigen freien Stützwaage.
  Was machte die Herrengruppe Aleksei Gribtsov/Pavel Pozdniakov/Konstantin Kovalev/Serguei Kholodkov aus Russland? Sie pokerte. Mit einen der niedrigsten Schwierigkeit nur mit Krokodil auf dem Kopf reicht es wahrscheinlich für das Finale.

Auf die Damengruppe aus Belgien Elke Thirion/Inge Dries/Elke Knaepkens war man gespannt! Aber so ganz haben sie dann doch nicht überzeugt, auch wenn ein schwieriges Programm gezeigt wurde. Für ganz vordere Plätze ist das noch zu wenig.

Die Damengruppe aus Ungarn Brigitta Ferenczi/Agnes Renneczeder/Melinda Rezsnyak war noch nicht auf EM-Niveau. Sicherlich eine Bereicherung, aber sie müssen noch viel trainieren, um nur halbwegs an dieses hohe Niveau heranzukommen.

  Erstes Fazit:  Das war der erste Vorkampftag mit allen Aktiven. Vielleicht noch eine Ergänzung zum Regelwerk. Wenn weniger als 12 Teilnehmer am Start sind, kommen nur die ersten sechs ins Finale. Somit die Deutschen heute nicht dabei. Im Finale werden die Schwierigkeitsgrundanforderungen noch einmal hochgesetzt. So können die Endnoten unter Umständen etwas tiefer ausfallen.

  Im Finale wird sich das meiste in den Übungen wiederholen, aber hier und da könnte dieser oder jener noch etwas draufgepackt haben. Gespannt darf man hier auf die russische Vierer sein!  (Werner Hassepaß)

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Die ersten Finals / First finals

 
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11-May-2001

 

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