11-May-2001

20th European Championships
Sports Acrobatics 2001

10-12 May  F A R O / Portugal

 

Zweiter Wettkampftag / 2nd day, part I
Freitag / Friday,  May, 11th

   EM Sportakrobatik: Zweiter Tag (Teil I)

Erster Tag: Teil II / part II  

(GYMmedia-Korrespondent Werner Hassepaß, berichtet direkt aus der Sporthalle des Sporting Clubs Farese in Faro)

Wie üblich läuft der Wettkampf am Tag mit umgekehrten Vorzeichen. Diejenigen, die gestern mit der Balanceübung begonnen haben sind heute mit der Tempoübung dran oder umgekehrt. Gestern zeigten sich die ersten Erfahrungen mit dem neuen Wertungssystem. Im allgemeinen kommen alle besser damit zurecht, als erwartet. Die Wertungen laufen im ähnlichen Limit ab wie früher. Erheblichen Einfluß hat die Schwierigkeitsnote, die absolut objektiv für jede gezeigte Übung festliegt. Daraus ergibt sich, wie man so schön sagen könnte, ein Valuesammeln auch mit weniger schwierigen Elementen. Ein Beispiel dazu ist die Herrengruppe Portugal, die mit vielen weniger schwierigen Elementen in einer Kombination ihre Schwierigkeitsnote zusammengebaut hat. 
Für die ganz hohen Noten geht es natürlich nicht ohne die Superschwierigkeiten, aber die kleinen Werte dazwischen können im Endwert entscheidend sein. Das ist auch eine Schwäche unseres Mixpaares aus Deutschland mit hohen Schwierigkeiten, aber dazwischen fehlt es an Zusätzen, welche die Schwierigkeitsnote noch etwas höher bringt. Manchmal leichter gesagt als getan, aber andere machen es vor. 
Die Probleme, wie es die Rhythmische Sportgymnastik international mit ihren Regeln hat, scheint es hier nicht zu geben.

Insgesamt läuft der Wettkampf äußerst zügig ab. Mit der früheren Ruhe, mit der man einen Wettkampf verfolgen konnte, ist es vorbei. Schon mit der Hand Mitgeschriebenes braucht seine Eile und kann erst hinterher in den Computer eingegeben werden. Es sei denn, es steht eine Sekretär mit perfekter 10-Fingerschreibtechnik und meisterlicher Geschwindigkeit zur Seite.
 Das ist für die Zuschauer sehr kurzweilig und positiv.

Wettkampfverlauf:

Die Damengruppe aus Großbritannien Gemma Middleton/Amy Clarke beginnt. Das Damenpaar hat einen 8/4 gebückt und gehockt als Absprünge und noch einige gefangene Elemente in verschiedenen Posen. Das ganze ist nicht schlecht, aber für ganz vorn reicht es nicht.
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  Das Mixpaar aus Großbritannien Patrick Bonner/Lisa Hobby sind die Nachfolger des Weltmeisterpaares von 1998 ijn Minsk. Da kommt viel schönes und Schweres rüber, auch individuell kommt Schweres in interessanter Kombination.

 

  Das Mixpaar aus Frankreich Jessica Blondeau/Antoine Dutranois gibt redliche Mühe, aber insgesamt sind sie in vielen Dingen noch nicht ausgereift. Zu viele Unsicherheiten und kleine technische Mängel beeinflussen die Übung.

  Das Damenpaar aus Belgien Aline van den Weghe/Elke van Maldegem bringt 8/4 gebückt und gehockt und einige Voltigen z. B. in den Mexikanka (Handstand mit überstarker Rückenbiegung). Leider kommen auch leichte Fehler, die mich nicht in allem überzeugen.


  Das Mixpaar aus Belgien Yves van der Donckt/Geraldine van den Weghe hat noch einiges vor sich. Aber was sie jetzt schon bringen, gehört ihnen einiges an Perspektive. Der Standspagat lang gehalten mit Rolle vorwärts und rückwärts war schon prächtig anzusehen.

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  Das Mixpaar aus Belarus Maryna Mauryliuk/Andrei Dvorak ist Weltklasse. Schon mehrere Jahre zusammen gewachsen bringen sie Höchstschwierigkeiten in Perfektion. Dazu steht eine bis ins kleinste ausgefeilte Choreographie. Wenn nichts schief geht, ist ihnen eine Medaille sicher.

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  Das Damenpaar Teyana Ukolova/Yuliya Konko aus der Ukraine bringt einen 8/4 Salto als Überwurf aus dem Rondat frei ohne Abfangen der Unterpartnerin am Anfang. Weiter sind mehrere Überschläge vorwärts geworfen in verschiedenen Handstände enthalten. Eine schön gestaltetet Choreographie rundet das Bild ab.
  Das Mixpaar aus der Ukraine Ganna Ostapenko/Vasyl Besha zeigt sich anfangs stark mit Einarmerkombinationen, aber dann passiert es. Die Oberpartnerin verlässt zu früh ihren Gegenmexikanka (Handstand Beine gebückt gehalten). Dies ist eine Fehler und bringt die Kampfrichter zu Diskussionen, aber der Fehler bleibt.

  Das Mixpaar aus Russland Elena Kiryanova/Yuri Trubitsin will gewinnen. So kommt am Anfang gleich eine Einarmer-Handstandkombination vom Allerfeinsten. In die Übung kommen viele Varianten an interessanten Schwierigkeiten, die in die Choreographie ausgezeichnet eingepackt sind.
 
Das Damenpaar aus Russland Anna Mohkova/Julia Lopatkina ist Weltmeister und das wollen sie auch hier zeigen. Sie bringen es auch, vieles schon bekannt von der WM, so ein 8/4-Salto vorwärts aus dem Coupé geworfen. Die Choreographie ist schon eine Klasse.

  Das Damenpaar aus Bulgarien Silvia Shengarova/Plamena Petkova bringt schon gesehene Elemente, wirkt vielleicht etwas überhastet an manchen Stellen. Sicher ein gutes Damenpaar, aber noch nicht in allem überzeugend.

  Das Mixpaar von Portugal Antonio Silva/Raquel Leitao wird mit riesen Ovationen empfangen. Und sie tun ihre Sachen gut. Interessant sind ihre Elemente, bei denen der Unterpartner in der freien Stützwaage steht.
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  Das Damenpaar aus Portugal Catia Messias/Raquel Narciso folgt und wird von einer tobendenden Zuschauerkulisse empfangen. Sie hatten gestern Bronze gewonnen. Sie zeigen eine flotte Übungen mit Schwierigkeiten, z. B. gestreckter Salto aus den Händen der Unterpartnerin mit 360° Längsdrehung gefangen in der Hüfte und einiges mehr. Es gelingt ihnen alles gut.

Das Mixpaar aus Deutschland Antje Michel/Björn Fünfstück turnt eine gewohnt saubere Übung, aber sehr brav. Es ist eben so, wo andere noch ein Absenken des Unterpartners dranhängen, kommen die guten Elemente nur im Stand. Da fehlen nach hinten raus auch Values. Sie haben ihr bestes gezeigt.
  Das Damenpaar aus Deutschland Cornelia Nieny/Franziska Kruse will es am heutigen Tage zeigen. Sie sind etwas freier und es klappt alles prima. Sie waren zigmal besser als zu den Deutschen Meisterschaften.

Das Damenpaar aus Polen Katrzyna Tokarska/Beata Surmiak beginnen sehr temparamentvoll. Die Anfangskombination mit einen 8/4 Salto rückwärts gebückt kommt ganz sauber. Weitere hohe Schwierigkeiten füllen die selbstbewusste Choreographie.

  Das Damenpaar aus Litauen Tatajana Reshetova/Julija Rybakov turnt eine saubere Übung mit gekonnt gezeigten Schwierigkeiten. Da passiert es. Eine kleine Unkonzentriertheit der Oberpartnerin und sie sitzt beim Überschlag –Salto vorwärts auf dem Hintern. (Werner Hassepaß)

 (Online-Red. E.Herholz) 

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11-May-2001

 

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