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18-Mai-2002

SPORTAKROBATIK:

Deutsche Meisterschaften 2002

- Böhlen, bei Leipzig, 17./18. Mai 2002
(Bericht vom 2. Tag  von Werner Hassepaß )

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2. Tag der Deutsche Meisterschaften in der Sportakrobatik in Böhlen/Leipzig
In der Sporthalle des Sport- und Freizeitzentrums in Böhlen wurden die Deutschen Meisterschaften in  der Sportakrobatik am 2. und letzten Tag fortgesetzt. 

             Resultate 1. Tag:
Tempo-Übung Balance-Übung Kombi-Übung
       Resultate 2. Tag:

            Mehrkampf

Erste Riege
Das Damenpaar Jenak/Hildner aus Dewangen turnte in der Morgenstunde recht ordentlich. Vielleicht war das Zeitgefühl in den Morgenstunden doch noch nicht so wach, denn sie leisteten sich einige Zeitfehler. Ein rechtzeitiger Warnschuß für die Junioren-EM. Für einen Medaillenplatz wird es hier nicht reichen.
Die Damengruppe Sieblist/Walter/Günther aus Suhl ist im Tempobereich noch nicht so stark. Sie turnen eine solide Übung, aber noch nicht mit den Höhepunkten. Für den Mehrkampf war dies eine gute Grundlage


Anrlin

<< Die Sensation dieser Meisterschaften war die Damengruppe Tina Liebau/Tina Redelsdorf/Sophie Schwassmann, die mit den Mehrkampf gewannen. Dieses Rekordmehrkampfergebnis kann sich auch international sehen lassen. Sie wurden für ihr hartes Training zu recht hoch belohnt. (>> siehe 9.Riege)

 

Zweite Riege
Die Damengruppe Junghans/Kießling/Grund vom VfA Leipzig und das Damenpaar Hofer/Schreier vom Chemnitzer PSV überraschten mit guten Übungen. Beide werden mit vorn landen in der Tempo- bzw. Balanceübung, aber auch für den Mehrkampf steht ihnen noch viel offen.

Dritte Riege
Der erste Höhepunkt des Tages stand mit dem Damenpaar Nieny/Kruse vom VfL Schwerin/SV Warnemünde auf der Bodenfläche. Da ist etwas tolles über Winter entstanden. Mit einer sehr schönen ausdrucksvollen Choreographie und Elementen im internationalen Spitzenbereich mit sehr viel Dynamik war ihnen eine sehr hohe Note gewiss. Sie wurde zur höchsten des Tages. Diese Übung war schon WM-reif.

Auch positiv viel die Damengruppe Szymik/Heuschmidt/Emmrich vom VfA Leipzig auf, die nur so mit Varianten an Doppelsaltos gespickt war.

Vierte Riege
Nach Elementen viel hier die Damengruppe Winkler/Fiedler/Schumacher besonders auf, da sie auch in der Ausführung den 8/4-Salto gebückt oder Saltos vom Carré zu Carré gut beherrschten, aber das letzte Quentchen an Qualität insgesamt nicht zusetzen konnten. Auch der Choreographie muß mehr Beachtung geschenkt werden.

Fünfte Riege
Die Damengruppe Silbernagl/Geier/Schmidt von TuR Dresden dominierte in dieser Gruppe eindeutig. Mehrere Doppelsaltos in Varianten und eine schöne Choreographie hinterließen einen guten Eindruck.

Sechste Riege
Das Damenpaar Schützler/Lautenbach vom VfL Schwerin konnte ihre Wackler mit großem Kraftaufwand vor weiterem Unheil retten, so zwar mittlere Fehler in Kauf nehmen, aber noch ein recht gutes Endresultat Dank hoher Schwierigkeiten und guter Choreographie einfahren.

Von Hoyerswerda drängelt sich fast zu bescheiden die Damengruppe Gründel/Michel/Lungershausen nach vorn. Ein bisschen mehr Temperament hätte man sich schon gewünscht, aber das liegt ihnen noch nicht so sehr. Alles andere kam mit gewohnter Sicherheit.

Die Damengruppe Arz/Fuchs/Großmann aus Uhingen beherrscht hohe Wurfkombinationen, Dank ihrer außerordentlich kräftigen Unterpartner. Sie werden sich weit vorn platzieren.

Siebente Riege (siehe Foto, re >>)
Die Damengruppe Arent/Schindler/Braunsdorf aus Riesa legt eine sehr schöne mit hohen Schwierigkeiten gespickt Übung auf die Bodenfläche. Da waren zu sehen ein 8/4 gebückter Salto vorwärts als Überwurf oder ein 11/4 Salto gefangen! Ich fand sie ein bisschen hart bewertet auch in der Choreographie.

Das Mixpaar vom Nationalkader Liebaug/Karsdorf von der Startgemeinschaft Suhl/Möbisburg hatte keinen guten Moment. Zwei schwere Patzer kosteten ganz vorn zu sein. Nun wir haben gesehen, wo es hin soll und bis zur WM kann noch hart gearbeitet werden.

Achte Riege
Hier dominierte eindeutig das Mixpaar Reibholz/Lamm aus Riesa, die sich diese Meisterschaften wohl nicht mehr nehmen lassen werden. Sie können sich auch schön bewegen und werden auch immer gute Noten in der Artistik bekommen.

Neunte Riege
Diese war ein Tageshöhepunkt. Die Damengruppe Liebau/Redelsdorf/Schwassmann aus Schwerin wirbelte in allen Tempokategorien über die Bodenfläche. Das konnte nur der Sieger sein. Geringe Fehler müssen zur WM noch raus. Dann liegen sie gut im Rennen.

Zehnte Riege
Ebenso die Herrengruppe Entenmann/Steiniger/Quitte/Jaumann aus Aalen brachte eine solide gute Übung schön gestaltet auf das Bodenviereck. 

Die hohen Flüge auf das Carré gefangen vom Carré oder aus der Kolonne saßen gut. Sie waren selbst zufrieden, denn der Höhepunkt soll die WM sein.
Das Junioren-Herrenpaar brachte entsprechend ihres Alters eine prima technisch gut aufgebaute Übung an die Kampfrichter. Für die Junioren-EM drücken wir ihnen die Daumen.

Insgesamt zeigten sich die Kader insbesondere im Juniorenbereich in recht guter Verfassung aber auch die WM-Kader zeigte zum Teil sehr hohes Niveau oder wir haben gesehen, wo es hingehen soll. Wir könnten mit guten Mannschaft zur WM rechnen. Schwachpunkt sind die Herrenpaare. Beim Berliner Herrenpaar musste der Oberpartner Victor Paetzold aufgeben, weil ihm die Mutter nicht genug Training genehmigte. Auch ein Problem des deutschen Leistungssports und des Mies-machens der Medien insbesondere des Leistungssports in den akrobatisch-technischen Disziplinen durch Verallgemeinerung von negativen Einzelerscheinungen.

Zusammenfassung des Mehrkampfes
Der zweite Wettkampftag schließt mit dem Mehrkampf ab. In der Kombinierten Übung muss noch mal alles gegeben werden, meist sind besten sind die besten Teile von Balance und Tempo wieder zu sehen. Nur eine stabile Übung kann den Mehrkampfsieg ergeben. Dies zeigte sich wieder einmal bei den Damenpaaren, als es das Damenpaar Nieny/Kruse erwischte und das gleich zweimal. Ein Meistertitel bleibt Ihnen mit einer der schönsten Übungen des Wettkampfes, mit der Balanceübung.

Die Junioren heben weitestgehend die Erwartungen erfüllt. So konnte das Mixpaar aus Riesa Reibholz/ Lamm und ebenfalls aus Riesa das Herrenpaar Baas/Basler den Mehrkampftitel mit nach Hause nehmen. Von den WM-Kadern zeigten sich am stabilsten die Gruppen. Die Herrenvierer turnte drei stabile Übungen mit einem soliden Leistungsvermögen. Damit brachten sie recht gute Noten in allen Bereichen

Bericht und Fotos: Werner Hassepaß

             Resultate 1. Tag:
Tempo-Übung Balance-Übung Kombi-Übung
       Resultate 2. Tag:

            Mehrkampf

TURNFEST   

Website: E. Herholz

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