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Schulzeitstreckung,
hieß das - wäre heutzutage ein Traum für so manchen Sportler
- aber damals war das nicht in Connys Sinn und so wechselte sie an eine
normale Schule.
In der BSG Motor Warnowerft in Warnemünde
besaß die Sportakrobatik eine große Tradition und war weit über die
Grenzen hin bekannt. Alle zwei Jahre konnten die Warnemünder ein
internationales Einladungsturnier durchführen. Westliche Sportakrobaten
waren zu damaligen Zeiten jedoch nicht zugelassen. Dort fand Cornelia eine
neue sportliche Heimat.
Mit den ausgezeichneten Grundlagen vom
Turnen war sie bei den Sportakrobaten sehr willkommen.
So startete sie als Springerin zu Meisterschaften
der DDR im Schülerbereich und war eine Zeitlang Oberpartnerin
des Damenpaares mit Anja Ahrndt. Vier Jahre hielt dieses Duo zusammen und
war Meister der DDR im Jugendbereich und in der Meisterklasse.
Schließlich aber wurde sie als Oberpartnerin zu groß und sie ging in ihr
Anfangsmetier zurück. Sie zeigte Sprungreihen für die BSG Motor Warnemünde.
Nicht lange und es fand sich eine Oberpartnerin für sie, Katja
Zielonkowskie. Mit ihr wurde sie auch die letzte Meisterin der
DDR bei den Damenpaaren. Zuvor startete Conny auch international für die
DDR. Drei Turniere waren für die Sportakrobaten maximal pro Jahr
zugelassen, so startete sie z.B. auch beim renommierten Wolkow-Turnier
1988 in Moskau. Nie wird sie ihren Preis vergessen: Ein großes Ess-Service!

Nach der Wende
1990 startete sie zu den ersten gemeinsamen deutschen
Meisterschaften in Marburg.
Ein Jahr später stand sie mit Kati Jackwitz (jetzt Verheiratete
Brenner) und mit Verena Sanftleben als Trio auf der Wettkampffläche
und sie waren sofort Deutschlands Akro-Spitze. Erstmalig konnten sie
als Sportakrobaten aus dem Osten Deutschlands an Welt- und
Europameisterschaften teilnehmen.
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Zweimal zur
EM in Portugal
Im Jahr 1991 waren sie zu den Europameisterschaften
in Lissabon und im gleichen Jahr kamen die Weltmeisterschaften
in Rennes/Frankreich noch dazu. In Lissabon wurden sie Sechste und
in Rennes Neunte.
Wie das nun mal in der Sportakrobatik so ist - ihre Oberpartnerin
Verena wurde zu groß. Sie fand zwar eine neue, aber auch
das hielt nicht lange und so kam Conny mit Annika
Luczak als Oberpartnerin und als Damenpaar zurück. Mit
Annika turnte Conny bis 1999 zusammen und dachte schließlich im
Jahr 2000 ans Aufhören.
Doch da bot sich unverhofft in Schwerin eine neue Chance. Beim VfL
Schwerin mit der Trainerin Karola Mevius - bisher nur dem Turnen
verschrieben - hatte der Verein die Sportakrobatik entdeckt und
sie wurden immer erfolgreicher. Hier fand Conny eine exzellente
Oberpartnerin mit Franziska Kruse.
mit der sie Rang 6 in einem der EM-Finals 2001 in Faro belegte... Das
Paar Nieny/Kruse >>
2001 zur EM in Faro/POR |

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Zu den
Deutschen
Meisterschaften 2000
in Wilhelmshaven...
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überraschten sie mit gelungenen Übungen, gewannen
zweimal Gold und verpassten den Mehrkampfsieg nur knapp
durch einen Patzer in der Kombi-Übung.
Der Mehrkampf schien für dieses
Damenpaar immer eine gewisse Hürde zu bedeuten. In
Balance und Tempo aber errangen sie große Erfolge -
aber eben im Mehrkampf fehlte immer das Quentchen Glück.
<<
Deutsche
Meisterschaften 2001 |
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Auch
zu ihren letzten Deutschen Meisterschaften 2002
im Mai in Böhlen bei Leipzig
wurden sie zweimal Meisterin mit der Tempoübung und einer
phantastischen Balanceübung - doch im Mehrkampf klappte
es wieder nicht.
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Siegerfoto mit Franziska Kruse zur DM 2002
So bereiteten
sich die beiden systematisch auf die Weltmeisterschaften
2002 in Riesa vor. Alles lief gut und sie hofften auf
ein gutes Ergebnis.
Nach einer Septembernacht schmerzte ihr plötzlich derart
das Knie, dass die ärztliche Diagnose einen Start zu den
Weltmeisterschaften nicht zuließ. Bei allem Ehrgeiz -
hier hatten Vernunft und Gesundheit den Vorrang, auch wenn
ihr diese WM als Karrierehöhepunkt und als Abschluss von
Herzen zu gönnen gewesen wäre...
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Und
heute, nach ihrem Rücktritt...?
Cornelia
Nieny hatte nach dem Abitur Bankkauffrau bei der
Volksbank in Rostock gelernt, studierte vier
Semester Betriebswirtschaftslehre und wechselte in
den Sprachbereich Anglistik und Italienisch. Zur
Zeit bewirbt sie sich um eine Stelle in Berlin.
Der Sportakrobatik bleibt sie zumindest als
Bundeskampfrichterin erhalten und hat mit ihren
zwei Jahrzehnten Spezialkenntnissen als Sportlerin
und ihren exzellenten Sprachfähigkeiten erneut
eine ausgezeichnete Perspektive.
Offizielle
Verabschiedung Ende 2002 >>
zu den Deutschen
Mannschaftsmeisterschaften |

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Bericht/Fotos:
Werner Hassepaß
Bearbeitung:
E.Herholz |
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