|
|
|
| . |
|
| . |
Neben den Etablierten, wie Deutschlands besten
Olympiaturner Marius Toba aus Hannover, der mit seinen 33 Jahren einen
ewigen Frühling zu erleben scheint, dem Deutschen Mehrkampfmeister Sergej
Pfeifer (beide TK
Hannover), dem Hallenser Renè Tschernitschek und dem
Chemnitzer Sven Kwiatkowski - taucht doch nun eine ganze Reihe junger,
frischer Gesichter auf, die alle noch den schweren Weg hinein in den
Seniorenbereich vor sich haben. "Eines unserer Probleme ist die
fehlende Wettkampferfahrung der Jungen", so Hanschke. "Obwohl
sie z.T. im Juniorenbereich ziemlich erfolgreich waren (Mannschaftsbronze
zur Junioren-EM 2000 in Bremen) ist das nicht zu vergleichen mit dem, was
jetzt vor ihnen steht!" .
|
|||||||||||
| . |
Für Aussagen über Leistungsstand und Ziele ist es wahrlich noch zu früh, wenngleich Ende März mit dem ersten Weltcupturnier, dem
25.
Turnier der Meister" in Cottbus ein erster Schlagabtausch der
Weltelite zu erwarten ist. Da davor mit "Le Duel" in Montreux
und danach mit Budapest zwei weitere Weltcup-Veranstalter aus finanziellen
Gründen ihre Wettbewerbe gestrichen haben, erwartet man in der Lausitz
absolute Weltklasse. "Da bin ich aber gespannt, welchen
Leistungsstand die anderen Länder anzubieten haben," - so der
Bundestrainer.
Was die neuen Anforderungen der Internationalen Wertungsbestimmungen
betrifft, so ist es, wie aller 4 Jahre üblich, zu einer Vielzahl von
Schwierigkeitsabstufungen gekommen, d.h. ehemalige D-Teile werden in die
Gruppe der weniger schwierigen C-Teile zurückgestuft, aus früheren
E-Teilen werden D-Teile oder bisherige Sprünge mit dem Schwierigkeitsgrad
10,0 sind nur noch 9,8 Punkte wert, usw.
Zum "deutschen Turn-Bedingungsgefüge" nach dem personellen Wechsel an der DTB-Spitze sagte Hanschke schmunzelnd: "Mit dem neuen DTB-Präsidenten Rainer Brechtken hatte ich in dessen ersten 100 Tagen seiner Amtszeit mehr und längere Kontakte, als im ganzen Olympiazyklus davor mit seinem Vorgänger. Dem Neuen traue ich schon eine Menge zu, was die Veränderung der Voraussetzungen angeht, vor allem, wenn ihm ab Frühjahr seine Ämter die volle Übernahme seiner Präsidentschaft im DTB ermöglichen." Die kommenden 35. Weltmeisterschaften Ende
Oktober im belgischen Ghent sind in erster Linie unter längerfristigen
Gesichtspunkten zu sehen. Sie ordnen sich ein auf dem Weg zur bedeutsamen
WM 2003 in Indianapolis, bei der die Olympiaqualifikation 2004 erfolgt.
Hanschke: "Natürlich wollen wir die Position von Sydney verbessern,
natürlich gibt es auch für Ghent Final-Zielstellungen, aber jetzt im
Februar kümmern wir uns in erster Linie um Probleme mit
Vorraussetzungscharakter. Jetzt muss erst einmal gearbeitet werden und
meine jungen Leute, wie Andergassen, Uebel oder Otto brauchen
Wettkampferfahrung! Da schmerzt es uns natürlich schon, dass da im Frühjahr
2 Weltcups weggebrochen sind...!"
Auch für den deutschen Vize-Meister EnBW KTV Stuttgart kann es eng werden. Können sich die Schwaben in dieser Bundesligasaison zwar noch einen Mehrkampf-Europameister Alexander Beresch leisten, droht aber im Folgejahr der Rückzug der "Energie Baden Würtemberg" als Sponsor und ist dafür noch kein adäquater Ersatz für ein dann entstehendes 80.000,- DM-Budgetloch in Sicht. "Lerntraining" hieß also die
Prämisse dieses Olympiakader-Lehrganges in Kienbaum, und das Auge des
Besuchers konnte sich dort erfreuen an einem Dreifachsalto eines jungen
Mannes am Boden:
Wenn auch Thomas
Andergassen (KTV
Stuttgart, Schützling von Klaus Nigl) diese absolute Rarität
noch per Akrobahn und in die Grube drehte, spricht es aber doch für den
Leistungswillen einer neuen, jungen deutschen Turnerdarde! (Eckhard Herholz/gymmedia berlin. )
|
|||||||||||||||||
| . |
|