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Frankfurt a.M. / Germany
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Internationale
Turnierteilnahme konnten z.T. nur auf der Grundlage eines äußerst
hohen finanziellen und ideellen Eigenengagements der Heimtrainer bzw.
Vereine und Landessportverbände realisiert werden. Dennoch konnten sich
die im Jahresverlauf bis zur WM 2001 erzielten internationalen
Ergebnisse sehen lassen. Dies gilt insbesondere für die Weltcup-Erfolge
von Lisa Brüggemann, Birgit Schweigert und Daria Bijak, als auch
die Länderkampfsiege gegen Weißrussland und Niederlande/Kanada. Die bei den Deutschen Meisterschaften gezeigten Leistungen gaben noch keinen Anlass zu allzu großem Optimismus, dennoch konnte bereits zu diesem Zeitpunkt der erwartete Favoritenkreis für das WM-Team 2001 nominiert werden. Einzige Überraschung im Kreis der WM-Anwärterinnen war Mirona Duda aus Heidelberg.
dass
das „geliebte“ Waldläufchen ohne größere Proteste absolviert
wurde.
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Mit Rang 8 im Wettkampf I und Erreichen des Mannschaftsfinales übertraf die deutsche Frauenmannschaft weit die mit „Rang 15 plus“ in sie gesetzten Erwartungen. Selbst bei relativierender Einschätzung bedingt durch das Fehlen der Teams aus China, Japan und Italien, konnte das deutsche Frauenturnen einen mehr als deutlichen Aufwärtstrend markieren!
Bleibt
die Frage: Welche Konsequenzen ergeben sich aus trainingsmethodischer bzw.
trainingswissenschaftlicher Sicht?
Hier
kann - im Gegensatz zu Deutschland - die notwendige frühzeitige Stabilisierung
der Übungsprogramme in Richtung WM 2003 angegangen werden. Somit ist zukünftig,
insbesondere im Juniorenbereich (Jg. 86-88), der „Spagat“ zu machen
zwischen einer ausreichend hohe Anzahl an internationalen Wettkampfeinsätze
und der zur Verfügung stehenden Zeit für das Lerntraining in der Vorbereitung
auf die WM 2003. Aus trainingswissenschaftlicher Sicht ist zur Beseitigung der bestehenden Defizite im konditionellen und technomotorischen Bereich (insb. Grundlagentechniken) im Grunde genommen die gesamte Nachwuchsarbeit im Bereich des D- und D/C-Kaders dahingehend zu revolutionieren, als junge Nachwuchstalente auf der Grundlage eines trainingswissenschaftlich fundierten Konzeptes, unter der Anleitung engagierten, zu harter körperlicher Arbeit bereiter Trainer ein umfangreiches Grundlagenprogramm, insbesondere in den Bereichen Kraft, Flexibilität, Ballett, Trampolin, Grundlagenakrobatik mit Bewegungsführung und langjähriger (!) „Schlaufenarbeit“ am Reck absolvieren. Um
für die Olympiaqualifikation 2003 die „Kohlen aus dem Feuer zu holen“ sind
folgende Mindestanforderungen zu stellen: Die Umsetzung der genannten Forderungen in die Praxis erfordert in erster Linie die Bereitstellung zusätzlicher Finanzmittel! Darüber hinaus ist kurzfristig ein umfassendes trainingsmethodisches, trainingswissenschaftliches und medizinisches Betreuungskonzept zu erstellen, in das die potentiellen Kandidatinnen für die Olympiaqualifikation 2003 einzubinden sind. Aufgrund der voraussichtlichen Konzentration der in Frage kommenden Turnerinnen für die WM 2003 auf einige wenige Trainingsstützpunkte, kann die Trainingsarbeit und Betreuung überwiegend dezentral erfolgen. Dies bietet den Vorteil einer enormen Zeit- und Kostenersparnis bezüglich der Reisetätigkeit der einzelnen Turnerinnen, der Gewährleistung bekannter, in der Regel leistungsfördernder Rahmenbedingungen (Schule, Elternhaus, Freundeskreis, gute Trainingsbedingungen), bedeutet aber gleichzeitig einer höheren Reiseaufwand für das Betreuungspersonal (Spezialtrainer, Trainingswissenschaftler). Die
medizinische Betreuung sollte nach wie vor zentral gesteuert
werden, gleichzeitig ist dezentral das Netz der Betreuung weiter auszubauen. Im
Fall besonderer medizinischer Probleme sind im Interesse einer weiterhin
optimalen und insbesondere kunstturnspezifischen Betreuung auch weiterhin der
Verbands- bzw. Fachgebietsarzt zu konsultieren, was in Einzelfällen seitens
der Heimtrainer und Eltern ein gesteigertes Eigenengagement, insbesondere in
Form von Reisetätigkeiten und Kommunikationspflege, erfordert. Dankeschön
sowie
den unermüdlichen Physiotherapeutinnen Silke
Karrasch (OSP
Frankfurt) und Birgit Krohme
(OSP Stuttgart).
Vielen Dank!
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