update: 28-Oct-2002

Paris / Frankreich

 11. Internationales Turnier von Blanc-Mesnil

Artistic Gymnastics, Men

25 - 27 October 2002

 

Ronny Ziesmer Zweiter hinter Cedric Guille


Cedric Guille (FRA)

Beim 11. Internationalen Kunstturnturnier „Blanc Mesnil“ in Paris belegte die deutsche Riege, die aus drei Turnerinnen und drei Turnern gebildet wurde, einen guten dritten Platz mit 166.60 Punkten hinter den National-Teams  aus der Ukraine (173,775) und Frankreich (170,475). 
Bester in der Einzelwertung wurde der Franzose Cedric Guille (53,80) vor dem Cottbuser Ronny Ziesmer .

Beim Mannschaftsmehrkampf, der gleichzeitig als Qualifikation für das Gerätefinale mit den je 5 besten Turnern/innen pro Gerät diente, lieferte Christian Hambüchen eine absolut fehlerfreie Leistung ab. Mit 48,15 Punkten belegte er in der Einzelwertung Rang 9 und sicherte damit als Startturner an jedem Gerät das Mannschaftsergebnis für die beiden anderen Turner, die ein risikoreicheres Programm turnten, ab.

Hierbei unterliefen Bruder Fabian und dem deutschen Vizemeister der Männer Ronny Ziesmer (Cottbus) doch einige Fehler bei ihren neu ins Kürprogramm eingebauten Elementen. Vor allen Dingen am Reck und am Boden tat sich Fabian recht schwer und so musste er sich mit 49,05 und Rang 7 zufrieden geben. Ronny, der am Pauschenpferd und am Barren Probleme hatte, belegte dennoch mit 51,90 Punkten den 2. Rang, hinter dem überragendem Cedric Guille aus Frankreich mit 53,80 Punkten, jedoch vor dem extrem starken Andrei Michailichenko (Ukraine), der durch Fehler an den Ringen und am Reck mit 51,75 Punkten nur Rang 3 belegte. Die Höchstwertung des deutschen Teams erzielte Fabian, der der einzige Junior im Teilnehmerfeld von 18 Turnern war, mit 9,15 Punkten am Sprung.

Durch einige sehr starke Geräteleistungen erreichten die drei deutschen Turner insgesamt 8 Finalplätze.
Christian Hambüchen, der zur Hochform aufgelaufen war, gewann am Boden (8,5) und an den Ringen überraschend jeweils die Bronzemedaille. Sein Bruder Fabian zeigte sich am Sprung (9,15/8,75) und Barren in bester Verfassung und belegte jeweils Rang drei, wobei er an seinem Spezialgerät Barren mit 8,975 Punkten fast den französischen Starturner Cedric Guille ( 9,075) überholte. Am Reck hatte Fabian mit seiner neuen Kür immer noch Probleme und belegte hier Rang 4 mit 8,475 Punkten.
Ronny Ziesmer konnte dann mit einer sehr guten Ringekür, die mit 9,20 Punkten bewertet wurde, die Goldmedaille gewinnen und sich für die in zwei Wochen stattfindenden Einzelgeräteweltmeisterschaften empfehlen. Am Pauschenpferd gewann er zusätzlich noch die Bronzemedaille.

Bei den Damen setzte sich in der Einzelwertung die Tschechin Jana Sikulova (33,60) vor Marina Proskurina (Ukraine) durch. Melanie Ferber (Chemnitz/32,325) belegte einen guten 5. Rang. Heike Gunne, die nach einem sehr guten Sprung (8,825) dann doch einige Probleme am Barren und am Balken hatte, musste sich mit 30,85 Zählern und Rang 9 zufrieden geben.
Allerdings hatte auch sie den Wettkampf genutzt, um neue Elemente erstmalig unter Wettkampfbedingungen zu testen. Die dritte deutsche Starterin, Nina Werries (Greven) erwischte nicht den besten Tag und wurde 11. mit 29,675 Punkten.
3 Finalteilnahmen ergaben sich dann für die deutschen Damen aus dem Mehrkampfergebnis:
Heike Gunne hatte sich für das Barrenfinale qualifiziert und konnte ihre mit drei Fluglementen gespickte Kür nicht fehlerfrei über die Runden bringen. Etwas magere 6,488 Punkte waren die Ausbeute. Ihre neue Kür ist bei fehlerfreier Ausführung jedoch immer für einen Podiumsplatz gut.

 

(Info: W.Hambüchen)

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