| Mit Unterstützung der Generalvertretung von Gymnova
in Deutschland, der JägersSport GmbH aus Hürth, die den kompletten Gerätesatz
als Hauptsponsor zur Verfügung stellte, konnten Veranstalter, der Rheinische Turnerbund,
und der ausrichtende Verein, das Kunstturnzentrum ´86 Bergisch Gladbach, hervorragende
Wettkampfbedingungen schaffen, die Turnerinnen und Trainer/innen nicht nur begeisterten,
sondern auch zu guten Leistungen motivierten. Dies wurde nicht zuletzt auch von den
zahlreichen Zuschauern anerkannt und mit unterstützendem Beifall bedacht. Unter Ihnen die
Bürgermeisterin der Stadt Bergisch Gladbach, Frau Maria Theresia Opladen, der Präsident
des Rheinischen Turnerbundes, Herr Dr. Manfred Rasim sowie die 1. Vorsitzende des
Stadtsportverbandes, Frau Erika Mundorf. Die Anwesenheit solch hochrangiger Gäste
bekundete nicht nur das große Interesse an einer Kernsportart des olympischen Programms,
deren Wiege in Deutschland stand, sondern auch an der Entwicklung des Nachwuchses im
Talentzentrum Bergisch Gladbach, das als Förderprojekt im Rahmen des Landesprogramms
"Talentsuche und Talentförderung" im Landesleistungszentrum des Rheinischen
Turnerbundes seit 15 Jahren eine solide Basis hat. Auch die Nationalmannschaftsturnerinnen
Birgit Schweigert, Dagmar Fehrenschild und Lisa Brüggemann
ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, den Kunstturnnachwuchs persönlich in
Augenschein zu nehmen. Vielleicht könnten ja unter diesen Talenten jene zu finden sein,
die einmal wieder olympische Höhen erklimmen. Ein Ziel, das den drei Spitzenturnerinnen
des Rheinischen Turnerbundes in diesem Jahr leider versagt blieb. Der Vorsitzende des Kunstturnzentrums ´86
Bergisch Gladbach, Dr. Manfred Heller, nutzte die Anwesenheit von Birgit
Schweigert, die bekanntlich aus dem KTZ hervorgegangen ist, um ihr die herzlichsten
Glückwünsche für ihre Auszeichnung mit der Sportplakette der Stadt Bergisch Gladbach in
Gold auszusprechen. Diese Ehrung wurde ihr für die Erringung des Mannschaftsmeistertitels
1999 mit dem Turnteam Toyota Köln zuteil.
Wettkampf:
Vor der sehr sachkundigen Zuschauerkulisse präsentierten sich die
Nachwuchsturnerinnen mit durchaus beachtlichen Leistungen.
In der AK 9 setzte sich im
Starterfeld der 29 Turnerinnen Marie-Sophie Hindermann
vom Schwäbischen Turnerbund mit ausgezeichneten 36,45 Punkten und der Tageshöchstwertung
am Sprung mit 9,30 Punkten durch. Die Turnerinnen des KTZ ´86 Bergisch Gladbach erwiesen
sich erneut als beste aus den Reihen des Rheinischen Turnerbundes. Jana
Straka belegte mit 34,45 Punkten und einer sehenswerten Bodenübung (9,10)
einen guten 5. Platz. Michèle Windmüller erreichte mit 32,50 Punkten Platz 11.
In der AK 10
gab es bis zum letzten Gerät ein hartes Kopf an Kopf Rennen. Schließlich setzte sich im
letzten Durchgang Svenja Hickel von der TG
Rüsselsheim mit der ausgeglichensten Leistung an allen vier Geräten und sehr guten 36,05
Punkten im Feld der 25 Starterinnen durch. Zweite wurden mit jeweils 35,25 Punkten
Isabella Kanne vom KTZ ´86 Bergisch Gladbach und Franziska Heffner vom Schwäbischen
Turnerbund. Isabella lag nach ihrer bemerkenswerten Balkenübung mit der absoluten
Höchstwertung des Tages von 9,45 Punkten zunächst in Führung. Mit nur 8,15 Punkten an
ihrem letzten Gerät Boden (für manchen Beobachter etwas zu hart bewertet) verschenkte
sie den greifbar nahen Pokalsieg.
In der AK 11 erwiesen
sich erneut Turnerinnen des Schwäbischen Turnerbundes als die Besten. Pokalsiegerin wurde
mit 34,50 Punkten Sophie Olbrisch und zweite mit 33,90 Punkten Kim Bui..
Leonie Hörstensmeyer und Larissa Dahlen vom Gastgeberverein KTZ belegten die Plätze 8
und 11. Leonie turnte ihr aufgestocktes Programm erstmalig unter Wettkampfbedingungen,
konnte dies jedoch noch nicht mit ausreichender Stabilität darbieten.
Pokalsiegerin in der AK 12
wurde Ramona Scherer vom TV Hoffnungsthal mit 35,80 Punkten und
deutlichem Abstand zur Zweitplatzierten. Ramona erhielt für ihre ausgezeichnete
Bodenübung den Tageshöchstwert von 9,30 in ihrer Altersklasse und konnte insgesamt durch
recht ausgeglichene Leistungen an allen vier Geräten überzeugen.
Bilanz und Ausblick:
Die Tatsache, dass im Gesamtklassement von 40 Turnerinnen der Altersklassen 11 und
12 (26 in der AK 11 und 14 in der AK 12) insgesamt nur drei Übungen mit Wertungen von 9
Punkten und mehr bedacht werden konnten, weist darauf hin, dass bis zur zentralen
Kaderüberprüfung am 2. und 3. Dezember in Neuss für viele Turnerinnen noch einiges zu
tun bleibt, um die Chance einer Nominierung in den D/C Kader beim Schopfe zu packen -
zumal die Konkurrenz in Neuss noch größer sein wird. Insofern hofft der Ausrichter, dass
der Gymnova-Cup auch dafür neue Impulse gesetzt hat.
Es bleibt zu wünschen,
dass ein derartiger bundesoffener Wettkampf für alle ausgeschriebenen Altersklassen keine
Eintagsfliege bleibt, denn insbesondere in den unteren Altersklassen fehlen nach Meinung
von Trainern solche anspruchsvollen Vergleiche. Zu empfehlen wäre jedoch die
Durchführung an zwei Wettkampftagen und eine bessere Terminabstimmung mit Wettkämpfen in
anderen Landesturnverbänden, um noch mehr Vereine für die Teilnahme ihrer besten Talente
zu motivieren. Unter diesen Voraussetzungen könnte es dem Rheinischen Turnerbund
vielleicht gelingen, gemeinsam mit Gymnova und den Turnvereinen der Stadt Bergisch
Gladbach, für einen solch interessanten bundesoffenen Nachwuchswettkampf eine neue
Tradition zu schaffen. |