1. KUNSTTURN |
KTV CHEMNITZ - TK HANNOVER (2. Begegnung: SC Berlin - EnBW Stuttgart) |
TK
Hannover auf Medaillenkurs |
Obwohl die gastgebende KTV Chemnitz am ersten Gerät Boden 2 Punkte mehr turnte (33,85:31,85) registrierte man einen indisponierten Sven Kwiatkowski mit Sturz in seiner zweiten Reihe: Sein 11/2-Salto nach Ein-einhalb-rüchwärts und Salto vw. landete auf allen Vieren - nur 7,90. Nur der Lette Igor Wichrow turnte eigentlich in einem akzeptablen Bereich. Bezeichnend für die deutsche Bodenmisere generell: Altmeister Ralf Büchner markierte mit 8,15 den Spitzenwert an diesem Gerät für die Gäste. Am Pauschenpferd sprach schon der Vergleich der Ausgangswerte eindeutig für die Niedersachsen! Und immer wieder ist es schön, diesen Altmeister Marius Toba mit seiner unvergleichlich langen auch internationalen Karriere turnen und kämpfen zu sehen (Höchstwert für Hannover: 9,9AW/9,05 zu sehen.
An den Ringen
war es erneut der lettische Gaststarter, der seinen 9,8-Ausgangswert am besten umzusetzen
verstan (9,30), während Sven Kwiatkowski trotz einer recht anständigen
9,20-Wertung (bei 10AW) den ersten WM-Start eines Turnsachsen noch nicht so richtig
verdaut zu haben schien.
Auch wenn die Sachsen am Sprunggerät nochmal dagegen hielten, bzw. der TK Hannover weniger dagegen zusetzen hatte, denn Joker Toba mit 9,4 AW und 8,9o Punkten war nicht unbedingt von vornherein im Plan der Niedersachsen, aber immerhin betrug der Vorsprung noch 2,85 Punkte vor dem Stützgerät.
Am Königsgerät Reck stürzten zunächst die "Sachsen-Adler": Bei Jens Uebels Start bereits wurde der Joker gesetzt. Tom Neubert stürzte nach Angang-Kovacs-Salto - turnte dann die volle Übung noch einmal und bekam nur 7,60. Igor Wichrow, der an 4 Geräten bereits bester Chemnitzer war, schloss seinen 6-Kampf mit einer guten 9,30 am Reck (- der geplante 10,0-AW wurde aber nur mit 9,8 anerkannt) und der höchsten Gesamtnote von 54,60 ab.
Durch diesen deutlich Auswärtssieg des TK Hannover mit am Ende 209,70 : 206,05 gegen die KTV Chemnitz erhält sich der TK H zwar alle Chancen im Medaillenkampf, aber es bleibt abzuwarten, mit welchen Potential der SC Cottbus - der diesmal wettkampffrei hatte - in diese Meisterrunde startet, und wer dann am ehesten dem EnBM Stuttgart nach seinem beindruckenden Sieg beim SC Berlin (220,25 : 219,70) Paroli bieten kann. (E.Herholz nach Informationen von Wk-Ltr. Günter Burkhardt/ KTV Chemnitz)
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