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Interview mit:

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Waleri Belenki

Kapitän der Bundesliga-Turnriege des EnBW KTV Stuttgart nach dem siegreichen Vergleich gegen Titelverteidiger SC Berlin
(1. Wettkampftag, Meisterrunde, 30.10.99)

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GYMmedia: Sie strahlen über das ganze Gesicht, sind ganz entspannt. Sind Sie nun glücklich?

Waleri BELENKI:  "Jetzt bin ich wieder glücklich, es war sehr spannend und anstrengend, wir haben gewonnen. Ich hoffe, daß es so weitergeht. Vielleicht haben wir Chancen, Deutscher Meister zu werden."

GYMmedia- Ihr habt 220,25 Punkte geturnt. Es ist eine tolle Punktzahl. Oder ist sie noch steigerungsfähig?

Waleri BELENKI: "Ich glaube, wir können noch ein bissel besser turnen, ich schätze, noch zwei Punkte mehr. Aber es liegt natürlich auch an den Kampfrichtern."

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Belenki: Jubeln im Team

GYMmedia: Der ukrainische WM-Turner Alexander Beresch und der junge Sergej Erjutin haben den Kapitän heute sehr gut unterstützt. Wie sehen Sie deren Anteil heute?

Waleri BELENKI"Der Sergej hat heute so gut geturnt wie ich es nicht gedacht hätte, daß er dazu in der Lage ist. Vor allem am Pauschenpferd und an den Ringen. Es war eine gute Leistung von ihm, weil er so lange verletzt war. Er ist zweimal operiert worden, am Knie und an der Schulter, und er ist langsam wieder im Kommen. Na ja, und der Alexander ist natürlich von seinem WM-Abschneiden enttäuscht gewesen. Heute hat er gute Leistungen gebracht. Und das war am Ende am Reck besonders wichtig. Na mal sehen, vielleicht werden wir Deutscher Meister."

GYMmedia- Sie haben heute den Titelverteidiger bezwungen und die Berliner sind nicht unglücklich, weil sie in einem großen Kampf unterlegen waren. Wer wird nun Euer schärfster Konkurrent um die Meisterschaft sein?

Waleri BELENKI: "Cottbus - das wird nicht so einfach gegen sie werden. Sie haben ein bisschen mehr gute Turner als wir."

GYMmedia- Sagen Sie mal bitte etwas zu Ihrem neuen Turnzentrum, was bei Ihnen in Stuttgart aufgebaut und vor kurzem eingeweiht worden ist. Man sagt, es sei das modernste und schönste in Europa?

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Am 28.September 1999 eingeweiht, das KUNST-TURN-FORUM
in Stuttgart.
Nach 2 Jahren Bauzeit und für einen Kostenaufwand von 12,8 Mill. DM  übergeben bedeuten die weltweit einmaligen Bedingungen nicht nur Fortschritte für das Kunstturnen, sondern auch neue Dimensionen der Begegnung, der Bildung und Kommunikation

Waleri BELENKI: "Ja, das stimmt. Ich war überall auf der Welt. So eine Turnhalle habe ich vorher noch nicht gesehen. Wir trainieren dort zweimal täglich."

GYMmedia-Trainieren dort auch die ganz Kleinen?

Waleri BELENKI: Ja, ab drei Uhr nachmittags und am Sonnabend aus dem ganzen Schwabenland. Wir haben die Halle immer voll.

GYMmedia- Man vermutet, wenn das Frauenturnen als Abteilung in Berlin geschlossen wird, daß talentierte Mädchen von hier dann nach Stuttgart gehen werden?

Waleri BELENKI: Es wäre nicht schlecht, aber ich habe davon noch nichts gehört. Es wäre sehr schade, wenn man die Frauen-Turnhalle in Berlin schließen würde.

GYMmedia- Aber Ihr habt als Bundesland und als Wirtschaftsregion und an Turnbegeisterung weitaus bessere Bedingungen?

Waleri BELENKI: Ja, das stimmt.

GYMmedia:- Wie ist das mit dem DTB-Pokal im Dezember, wo tausende Fans in die Schleyer-Halle kommen?

Waleri BELENKI: Ich engagiere mich persönlich mit meinem Einsatz in den Schulen und werbe für das Turnen und unseren Sport allgemein unter den Kindern. Wir verschenken auch Eintrittskarten für den DTB-Pokal und haben eine gute Werbung für die Veranstaltung. Deshalb haben wir die Halle fast immer voll. Und dann hat unser Geschäftsführer sich einen Pressechef aus Berlin geholt, einen ehemaligen DDR-Meister, engagierten Journalisten und erfolgreichen Buchautoren...

GYMmedia:- Welche Verstärkung bekommt Ihr bei Euren finanziellen Möglichkeiten noch für Eure Stuttgarter Männerabteilung?

Waleri BELENKI: Wir brauchen keine Verstärkung, wir sind stark genug. Wir brauchen auch keine neuen Trainer, bis jetzt sind alle zufrieden. Wir haben gute Trainer.

GYMmedia:- Wer wird in Sydney in der deutschen Olympiariege stehen?

Waleri BELENKI: Sicher scheinen derzeit Andreas Wecker, Sergej Charkow und ich, alles andere ist die Entscheidung des Cheftrainers. Es wäre gut für unser Vaterland, wenn wir drei Älteren noch dabei wären.

(Für GYMmedia: Hans-Jürgen Zeume, Berlin, den 30.10.1999)

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