update: 27-Mar-03

PRESSESPIEGEL: Cottbus/Leipzig

 

Cottbus und Leipzig ringen um das Turnier

DTB fordert Klarheit über Etat 2004

(Thomas Juschus, LR, 25-Mar-2003)

 
Nach dem Turnier ist vor dem Turnier – diese alte Sepp-Herberger-Weisheit gilt leicht abgewandelt auch für den Turn-Weltcup in Cottbus.
Noch am Sonntagabend kamen Vertreter vom ausrichtenden SC Cottbus Turnen, Deutschen
 


v.l.n.r.: Wolfgang Wollgam, Rainer Brechtken, 
OB Karin Rätzel

Turner-Bund (DTB), Stadt Cottbus und Land Brandenburg zusammen, um erste Absprachen für die geplante 28. Auflage am dritten März-Wochenende 2004 vorzunehmen.
Wichtigstes Ergebnis: Bis zum 30. Juni soll der Finanzrahmen stehen. «Wir wollen das Turnier wieder veranstalten» , bekräftigte Wolfgang Wollgam, Präsident des SC Cottbus, nach dem erfolgreichen Weltcup in der Lausitz-Arena. Erstmals trug der Verein als Ausrichter allein das finanzielle Risiko für die 147.000- Euro- Veranstaltung. Der Etat konnte in diesem Jahr erst sechs Wochen vor der ersten Übung durch einen Großsponsor aus Gelsenkirchen gedeckt werden.
Stadt will Zuschuss streichen
Schon jetzt zeichnen sich indes für 2004 erneute Schwierigkeiten im Haushalt ab. Die Stadt Cottbus, die in diesem Jahr ihren Zuschuss auf 15 000 Euro reduzierte, will die Zulage für 2004 komplett streichen.
 «Wir prüfen jetzt, ob wir eine vertretbare Organisationsform finden, das Turnier ohne städtische Beteiligung auszurichten» , sagte gestern Turnierdirektor Sylvio Kroll. «Bis Ende Juni sollen wir dem DTB ein Angebot vorlegen.» Auch der Austragungsort – erstmals war das Turnier in der Lausitz-Arena statt in der angestammten Stadthalle – stehe erneut auf den Prüfstand.
Rainer Brechtken
, Präsident des DTB, machte indes am Rande des Turn-Weltcups deutlich, dass er auch in Zukunft mit öffentlichen Geldern aus Stadt und Land plane:


Kroll

«Wir brauchen beide Partner mit bestimmten Summen, die nicht unterschritten werden können, mit im Boot.»
Der DTB bezuschusst das Turnier mit 61.500 Euro. Die Eigenvermarktung durch die Agentur von Ex-Reck-Weltmeister Eberhard-Gienger sei an ihre Grenzen gestoßen.

DTB fordert Klarheit
Erklärtes Ziel des DTB ist es, auch in Zukunft ein großes Turnier in den alten Bundesländern (DTB-Pokal in Stuttgart) und ein großes Turnier im Osten auszutragen. «Das ist uns politisch wichtig» , so Brechtken. Ein Freibrief für den Standort Cottbus sei das aber nicht: «Das Turnier der Meister ist nicht an Cottbus gebunden. Natürlich ist das Organisationskomitee um Turnierdirektor Kroll nach 25 erfolgreichen Veranstaltungen für uns erster Ansprechpartner. Aber es gibt auch andere Städte.»

Nach RUNDSCHAU-Informationen soll sich die finanzstarke Olympiaregion Leipzig intensiv um die Ausrichtung des Turniers bemühen. Vertreter des sächsischen Turnerbundes weilten am Wochenende in Cottbus. Zudem kann Leipzig auf das erfolgreiche Deutsche Turnfest 2002 verweisen. DTB-Präsident Brechtken machte deshalb deutlich, dass er für das Turnier der Meister 2004 deutlich früher Klarheit will als für die 27. Auflage: «Die Entscheidung über die Fortsetzung fällt im nächsten Vierteljahr.»

Thomas Juschus

 Artikel LAUSITZER RUNDSCHAU, om 25.03.2003
Fotos und Hervorhebungen:  - gymmedia -

>> In Cottbus ringt man weiterhin um klare Standpunkte betreffs Turnierzukunft (LR, 5. und 9. Apr-2003)
<< Lausitzer Rundschau: "Probleme  v o r  dem Turnier  (30.Jan 2003)

LR, 26-Mar-2003: Leipzig steht für Turnier der Meister bereit

Vizepräsident des Sächsischen Turn-Verbandes bestätigt Interesse am Cottbuser Weltcup

Hans Müller, Vizepräsident Sport des Sächsischen Turn-Verbandes (STV), hat gestern einen RUNDSCHAU-Bericht bestätigt, nachdem sich der STV  vorstellen kann, im nächsten Jahr den traditionellen Turn-Weltcup «Turnier der Meister» auszurichten.

«Wir haben von den großen Problemen im Vorfeld des diesjährigen Turniers gehört. Sollten die Cottbuser nicht mehr in der Lage sein, den Weltcup zu halten, stünden wir für diesen Fall bereit. Wir wollen das Turnier unbedingt in den Neuen Bundesländern behalten» , sagte der Vizepräsident des Sächsischen Turn-Verbandes. «Leipzig ist als Standort mit neuer Halle und Flughafenanbindung glänzend geeignet» , so Müller weiter. Zudem konnte sich die sächsische Messemetropole im vergangenen Jahr mit der Ausrichtung des Deutschen Turnfestes profilieren. Bereits am letzten Wochenende führte eine Delegation des STV Gespräche mit der Spitze des Deutschen Turner-Bundes (DTB).
Aus DTB-Kreisen war bei der 27. Auflage des Turniers der Meister – das zum 25. Mal in Cottbus ausgetragen wurde – durchgesickert, dass Leipzig zudem bei einer erfolgreichen Bewerbung als deutsche Olympiastadt für 2012 mit erheblichen öffentlichen Mitteln für die Sportförderung in den nächsten Jahren rechnen dürfe. Grund für die Standort-Überlegungen sind ungeklärte Finanzierungsfragen in Cottbus. In diesem Jahr wurde der 150 000-Euro-Etat erst sechs Wochen vor der Veranstaltung mit Hilfe einer Privatinitiative gesichert. «Das Turnier der Meister ist nicht an Cottbus gebunden» , hatte DTB-Präsident Rainer Brechtken darauf hin erklärt und auf mehrere Kandidaten für die Turnierauflage im März 2004 verwiesen.

Von Thomas Juschus  Artikel vom 26.03.2003 01:03

 
  27-Mar-2003

Sächsischer Verband am Turnier der Meister interessiert
Turn-Weltcup in Leipzig?
Cottbus/Leipzig (dpa/Eig. Ber.) Der Sächsische Turn-Verband (STV) kann sich vorstellen, im nächsten Jahr das traditionelle Turnier der Meister auszurichten. "Wir haben von den großen Problemen im Vorfeld des diesjährigen Turniers gehört", sagte Verbands-Vizepräsident Hans Müller. "Sollten die Cottbusser nicht mehr in der Lage sein, den Weltcup zu halten, stünden wir für diesen Fall bereit. Wir wollen das Turnier unbedingt in den Neuen Bundesländern halten." 


Wollgam

Der Cottbuser Cheforganisator Wolfgang Wollgam hatte sich zuvor dagegen optimistisch geäußert, vom Deutschen Turner-Bund (DTB) erneut den Zuschlag zu erhalten.
Müller meinte, Leipzig sei als Standort mit neuer Halle und Flughafenanbindung glänzend geeignet. Bestnoten erhielt die sächsische Messemetropole im Mai vergangenen Jahres für das Deutsche Turnfest. In der Arena wurde Lokalmatadorin Conny Schütz gefeiert, die die nationale Meisterkrone holte. 

Wenig später sorgte die attraktive Schau beim 3. Internationalen Pokal des hiesigen Turn- und Gymnastikclubs für Aufsehen.
Überhaupt bietet Leipzig in der Tradition der Turn-Künstler Einmaliges: Olympiasieger, Welt- und Europameister wie Klaus Köste, Erika Zuchold und Ute Kahlenberg-Starke sind hier zu Hause. Zudem darf die Stadt im Zuge der Olympia-Bewerbung auf öffentliche Förderung hoffen. Sportbürgermeister Holger Tschense hatte wiederholt das Interesse Leipzigs an einem hochkarätigen Turn-Ereignis bekundet.
Grund für die Standort-Überlegungen sind offene Finanzierungsfragen. In diesem Jahr wurde der 150 000 Euro umfassende Etat für das Turnier der Meister erst sechs Wochen vor der Veranstaltung mit Hilfe einer Privatinitiative gesichert.
(Quelle: LVZ vom 27.3.2003)

>> In Cottbus ringt man weiterhin um klare Standpunkte betreffs Turnierzukunft

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