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Dr. Petra Theiß:
"WM-Vorbereitung läuft...!"
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Schlimmer
darf es aber nun wer weiß nicht kommen!
Alle Beteiligten wissen
das!
Waren zuletzt vor sechs Jahren deutsche Turnerinnen auf einem
Olympiapodest zu sehen - in Atlanta 1996 Kathleen Kern-Stark
und Yvonne Pioch - fanden die Spiele der XX. Olympiade in
Sydney 2000 gänzlich ohne Teilnehmerinnen aus dem Mutterland
dieser Sportart statt, soll das nun weiß Gott nicht noch einmal
passieren.
Deshalb versäumen die verantwortlichen Trainer des deutschen
Frauenturnlagers keine Minute, schufen entsprechende
Voraussetzungen noch im alten Jahr, um schon am Neujahrstag das
zu beginnen, was man derzeit unter "Konzentration"
versteht.
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Vom
ersten Tag des
entscheidenden Jahres 2003 an, mit der schicksalsschweren
Olympia-Qualifikation im August zur WM in Anaheim (USA), hat das
deutsche Frauenturnen für 13 Auswahlturnerinnen in Köln sein
Basislager eingerichtet.
Im Rhythmus von 2 Wochen Lehrgang / 1 Woche Heimtraining ist der
WM-Kader bei TOYOTA Köln, in der Turnhalle der Kölner Sporthochschule
konzentriert. Nur einmal wird im April dieser Rhythmus ergänzt durch
eine Lehrgangswoche im DTB-Camp Kienbaum bei Berlin.
Nun ist es hierzulande alles andere als leicht, will man junge
Sportlerinnen im Schulalter aus den Bildungssystemen ihrer Länder
heraus - wenn auch nur zeitweise - "verpflanzen". Dass dies
logistisch und organisatorisch erst einmal gelungen scheint, ist noch
das Verdienst des inzwischen "entpflichteten" ehemaligen
Vize-Präsidenten Eduard Friedrich,
"... ohne dessen
Engagement wir diese Konzentration nicht bewerkstelligt hätten",
so die verantwortliche DTB-Trainerin Dr. Petra
Theiß.
Somit ist bei Realisierung eines zweimaligen
täglichen Trainings auch die schulische Ausbildung durch z.T.
Einzelunterricht gewährleistet. Auch schwierigste Probleme hat man
dabei in den Griff bekommen, muss doch zum Beispiel die Leipzigerin Conny
Schütz 2003 ihr Abitur machen. Gelöst hat man dies in
erster Linie durch viele Einzelgespräche in den Heimatorten der
Athletinnen. So gab es beispielsweise in den Sportgymnasien in Leipzig
und Chemnitz in diesen Fragen eine vorbildliche Kooperation! Bei anderen
Turnerinnen, wie Nina Werries oder Heike
Gunne muss der geplante WM-Vorbereitungsrhythmus aus
schulischen Gründen ab und an unterbrochen werden.
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Alle sind hoch motiviert!
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Die Idee zu dieser Art Konzentration in Köln wurde im Trainingslager
der Nationalmannschaft im August 2002 in Weißrussland geboren.
Umgesetzt wurde sie in erster Linie auch durch den persönlichen Einsatz
des Gastgebers in Person von Prof. Peter
Brüggemann, insbesondere was
die Bedingungen der Unterbringung, des Trainings und der gesamten
komplexen Betreuung angeht.
"Wir können hier die gesamte Infrastruktur optimaler
sportmedizinischer und physiologischer Betreuung im Umfeld der
Sporthochschule und des Turnteams TOYOTA Köln nutzen, so dass ein
zweimaliges tägliches Training problemlos zu realisieren ist",
zeigte sich Auswahl-Coach Petra Theiß zufrieden.
Untergebracht sind die Turnerinnen und z.T. auch Trainerinnen in einer
Wohngemeinschaft, die Peter Brüggemann in Köln organisiert hat.
Und dies sind die 13 hochmotivierten Mädchen, die die Turnnation
Deutschland im Sommer durch einen WM-Platz unter den besten Zwölf in
Anaheim wieder aufs olympische Podest zurückbringen wollen:
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Birgit
Schweigert, Lisa Brüggemann, Daria Bijak
vom Turnteam TOYOTA Köln
- Conny Schütz und Katja
Stiehler von der TuG Leipzig
- Melanie Ferber und
Nora Schuppenhauer von TuS Chemnitz-Altendorf
- Yvonne Musik und Camilla
Ermert vom TV Hoffnungsthal
- Katja Abel vom SC Berlin
- Nina Werries vom TV Greven
- Janina Jeworutzki vom TV Herne
- Heike Gunne vom TV Niedergirmes.
| Mit
Angelika Keilig-Hellmann absolute Kompetenz im Boot |
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Angelika Keilig-Hellmann
Olympische
Silbermedaillengewinnerin 1972
mehrfache Vize-Weltmeisterin und Sprung-Europameisterin 1973
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In der
unmittelbaren Nachwendezeit gelang es dem DTB nicht, die
frühere Weltklasseturnerin und seit mehr als einem Jahrzehnt in
Berlin als Choreografin überaus erfolgreich tätige Angelika
Keilig-Hellmann weiter zu beschäftigen, die u.a. mit
für Weltklasseleistungen von Maxi Gnauck, Gabriele
Fähnrich, Dörthe Thümmler oder Dagmar Kersten verantwortlich
zeichnete.
Um so erfreulicher ist es, mit einer Neuverpflichtung von
Angelika Keilig absolute Kompetenz ins Team zu holen, die sich
dieser schwierige Aufgabe mit dem ihr eigenen Engagement widmen
wird.
Mit "an Bord" des Trainerteams sind natürlich als
Gastgeber Peter Brüggemann
und Shanna Poljakowa vom TTT
Köln selbst, die Chemnitzerin Gabi
Freese und der Bergisch-Gladbacher Dieter
Koch vervollständigen das Kompetenzteam, |
Bleibt zu wünschen, dass es für diese
hochmotivierte Basislagermannschaft neben der Sporthilfe- Zuschüsse
auch eine noch wachsende Unterstützung durch den DTB selbst gibt und
dass sich vielleicht für derart formierendes Engagement auch noch
einige Wirtschaftspartner durch Leistung, Kampfgeist und mit Charme gewinnen lassen.
Eckhard Herholz/GYMmedia
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