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Köln - Was birgt die größere Herausforderung: Ein Auto mit 70 km / h über Kölns Straßen zu steuern oder einen Tsukahara gestreckt mit doppelter Schraube am Pferdsprung einzuüben? Die Antwort fällt Oksana Tschusowitina nicht schwer. Die usbekische Turnerin ist in ihrer Heimatstadt Taschkent nie schneller als 40 km / h gefahren. Nicht etwa, weil das verboten wäre. „Nein, ich hatte Angst“, sagt sie. Autofahren in Usbekistan sei sehr viel „interessanter“ als in Deutschland, „da gibt es nämlich keine Regeln“. Zurzeit nimmt die seit anderthalb Jahren in Köln lebende Athletin Fahrstunden, um sich ihren usbekischen Führerschein anerkennen zu lassen. Die ungewohnten Geschwindigkeiten sind daher im Leistungszentrum der Turner an der Deutschen Sporthochschule Köln häufiger ein Thema, als die Aufstockung ihrer Pferdübung. Die Turnerei folgt den bekannten Regeln der Schwerkraft. Und damit kennt sich Oksana Tschusowitina besser aus als die meisten Athletinnen. Bereits 1991 wurde sie im Alter von 15 Jahren zum ersten Mal Weltmeisterin. Mit einem Tsukahara gestreckt und anderthalbfacher Schraube holte sich die 28-jährige Olympiasiegerin von 1992 im Sommer im amerikanischen Anaheim erneut einen WM-Titel. Eine halbe Schraube mehr soll ihr Sicherheit für ihre vierten Olympischen Spiele geben. „Die Konkurrenz schläft nicht“, sagt sie und erinnert daran, dass sie beim Weltcup in Stuttgart mit ihrem WM-Sprung nur Zweite hinter ihrer Dauerkonkurrentin Elena Samolodschikowa aus Russland wurde.
Dass die Usbekin ihn nun offiziell als
ihren Trainer vorstellen will, freut den einstigen Bundesligaturner.
„Das ist wirklich ein Vertrauensbeweis und zeigt, dass sich Oksana
wohl bei uns fühlt und gut betreut“, sagt der 51-Jährige. „Nicht
nur die mentale Unterstützung ist wichtig. Sie muss sich auch bei der
Hilfestellung sicher sein, dass sie gehalten wird.“ |
AKTION: GYMnastics for Alisher
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