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Für einen Moment gelangt schon mal ein Physikbuch in den Fokus der
Kameras.
Fabian Hambüchen, 17, sitzt auf der
Tribüne und lernt. Lange kann er sich indes nicht konzentrieren. Hat ihn
erst eine Traube junger Mädchen entdeckt, wird Deutschlands bester Turner
gleich umzingelt.
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Hambüchen: Shake hands...
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Seit Athen ist Hambüchen
Schwarm der Generation Zahnspange. Der nur 1,58 Meter große Hesse
"ist frisch und jungfräulich", erklärt das sein Manager Klaus
Kärcher, "und das Verlangen nach Idolen ist
groß." Mit seiner Unbekümmertheit sorgt der "Floh"
für einen Boom in einer Sportart, die als verstaubt galt.
Talk-Shows und Magazine reißen sich
um seine Präsenz, Hambüchen gilt als Quotengarant. 2004 flimmerten
1.265 Beiträge in einer Gesamtdauer von 55 Stunden zum Thema Turnen
über deutsche Fernsehschirme, ermittelte das Institut für
Medienanalysen, im Jahr 2003 waren es nur 20 Stunden. Rainer
Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB),
ahnt: "Fabian ist ein Glücksfall für uns." |
10.000 neue Mitglieder verzeichnete der DTB
im Hambüchen-Boomjahr 2004. Gleich mehrere Sponsoren verlängerten ihr
Engagement mit dem Turnerbund. Experten prophezeien Hambüchen eine große
sportliche Zukunft, schließlich ist er dank persönlicher Sponsoren wie
Henkel und Lancia abgesichert.
Der
Jungstar und sein Manager achten derweil penibel darauf,
daß Hambüchen nicht verheizt wird. So verzichtete er auf einen
Besuch im Sportstudio, "denn wer seriös arbeitet, kann nicht
um 23 Uhr ins Fernsehen gehen", fand Kärcher. Vor
Weltcup-Auftritten läßt sich Hambüchen Garantien geben, im Hotel
ungestört lernen zu können, schließlich will er "ein sehr
gutes Abitur machen". Derzeit ist er in der elften Klasse. Die
Familie hilft ihm in allen Lebenslagen. Der Vater ist sein Trainer,
die Mutter kümmert sich um die Schule, der Onkel ist der
Mentalcoach.
Turnen hat in Deutschland Tradition. Beim Deutschen Turnfest werden
in diesem Jahr mehr als 100 000 Teilnehmer erwartet. Die
Qualifikation für Olympia 2008 findet erst 2007 bei den
Weltmeisterschaften in Stuttgart statt - ein glücklicher Zufall,
der die Popularität Hambüchens weiter steigern dürfte.
Manager Klaus Kärcher bringt es auf die Formel: "Jugend +
Erfolg + Perspektive + Sportart = unschlagbar". Andreas
Wagner
(Artikel erschienen am 20.
März 2005 in der Welt am Sonntag) |

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26-Mar-2005:
- Lancia - neuer Sponsor für Hambüchen
Fabian Hambüchen hat mit dem italienischen Autobauer Lancia einen neuen
Sponsor. Obwohl Hambüchen noch minderjährig ist, wird dieses Auto
dennoch gebraucht. Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen fährt seinen
Sohn zu Training, Turnieren und Bundesligawettkämpfen. Manager Klaus Kärcher
sieht diese Partnerschaft als strategisch und ausbaufähig an. Dabei zieht
er Parallelen zu der Schwimmerin Franziska van Almsick, die bereits mit 16
Jahren einen Vertrag mit Opel inne hatte. Franziska van Almsick machte später
ihren Führerschein in den USA und im Anschluss wurden TV – Spots in Übersee
produziert. Fabian Hambüchen, der nach seinem vierten Platz beim Turnier
in Cottbus weiterhin Welt-Cup-Führender am Reck ist, will seine ersten
Fahrstunden vermutlich nach den Einzel-Weltmeisterschaften in Melbourne
machen.
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(gymmedia)
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... neuer Sponsor für
Hambüchen.
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