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Erwartungsgemäß
gab es Limitierungen (Schulterproblematik) bei Valeri Belenki,
aber die waren vorhersehbar. Intensiv deswegen auch die
individuellen Behandlungen durch den Physiotherapeuten
Cyrus Salehi. |
"Der
beste Mann der Welt", so Belenki, der bei der
filigranen Massage seiner ziemlich verkürzten Halssehne
genüsslich stöhnte (- siehe Foto, links
>>)
Bei Belenki rechnet der Teamchef vor allem mit der Erfahrung des
Stuttgarters, der als Deutscher Rekordhalter seit 1989 bei seiner
11. Weltmeisterschaft (unter vierter Flagge) antreten wird. Dabei
findet der Ex-Pauschenpferd-Weltmeister von Lausanne (1997)
durchaus die Anerkennung der jungen Leute im Team, denen er trotz
seiner Probleme leistungsmäßig Paroli geboten hat. Als einziger
der "etablierten Alten" ist er noch in einer deutschen
Turn-WM- |

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Mannschaft, die Rainer Hanschke als eine
"gesunde Mischung" bezeichnet:
"Valeri soll und wird die Rolle des erfahrenen Turners spielen und
zwischen den ganz jungen Leuten wie Andergassen, Zapf, Berczes oder Juckel
gibt es noch die schon versierten Leute wie Renè Tschernitschek, der
schon in einem WM-Finale stand (1999: 6.Sprung) und natürlich Sven
Kwiatkowski."
Von der Güte des Chemnitzers wünschte sich Hanschke noch ein paar Leute
mehr: "Absolut klar im Kopf, der Junge, der
weiß, was er will, handelt dementsprechend zielgerichtet und weiß, was
bis Athen 2004 passieren soll!"
Auch der Hallenser Renè Tschernitschek,
dessen WM-Qualifikationen reine Katastrophen waren wies bislang enorme
Stabilitätszuwächse nach. Wie zur Untermauerung dessen stellte er einen
souveränen Dreifachsalto als Reckabgang auf die kienbaumer Matte!
Anders dagegen Sergej Pfeifer
(Hannover). Schon Anfang/Mitte der neunziger Jahre gehörte er zu Europas
Spitzen-Junioren. Aber auf einen so richtigen internationalen Durchbruch
warten alle in seinem Umfeld noch. "Bei Sergej besteht die Gefahr,
dass er als das "dreißigjähriges Talent" mal verabschiedet
werden könnte", so die Einschätzung seines TKH-Teamkamerad und
Ex-Reckweltmeister Ralph Büchner, der ihm wenig effektives und intensives
Heimtraining vorhält. "Dabei glaubt Sergej,
dass er schon viel zu viel trainiere; die Ergebnisse dieser, seiner
subjektiven Fehleinschätzung, die bleibt er momentan aber noch
schuldig," bestätigt der Teamcoach diese Auffassung. Konnte
er zu den Deutschen Meisterschaften nur an drei Geräten antreten, sind es
jetzt wenigstens schon fünf (außer Sprung). Nach seinen
Schulterproblemen traut er sich an den Ringen noch nicht wieder ganz an
seine vollen Übungsinhalte ran - Tendenz aber: Optimistisch steigend!
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DTB-WM-Kader Gent 2001 (v.ln.r.):
Sven Kwiatkowski, Renè Tschernitschek, Jens Uebel, Stephan
Zapf,
Thomas Andergassen, Sergej Pfeifer, Christian Berczes, Valeri
Belenki
(...schon unter
der Dusche: Robert Juckel)
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Die zwei Wochen Stabilisierung mit
Belastungsspitzen scheinen den deutschen Turnern gut getan zu haben. Wenig
wurde allerdings inhaltlich noch aufgestockt. Stephan
Zapf schafft jetzt einen 9,9 Ausgangswert an den Ringen.
Ansonsten reichen die Übungsinhalte WM-Kandidaten von der Papierform her
nicht aus, um in Gent den Anschluss an die Weltspitze wieder
herzustellen.
"Das wollen wir aber innerhalb des
Olympia-Zyklusses schaffen, diese Chance haben wir! Deshalb ist es uns
wichtig, dass die Turnwelt in Gent sieht, dass Deutschland gute Turner mit
Perspektive hat und mit Deutschland in den nächsten Jahren wieder zu
rechnen ist, wenn es um das Mannschaftsfinale und um Gerätefinals geht.
Deshalb auch diese 'gesunde Mischung', gedacht für eben diese
Perspektive".
Damit
bezog sich Rainer Hanschke auch noch einmal
auf die für die Betroffenen schmerzhaften Entscheidungen der
Nicht-Nominierung zur WM 2001
(Siehe auch Offener Brief Tobas:
"Warum habe ich das
verdient?" |
| "Gegenüber
Marius Toba habe ich die
Situation für ihn aus persönlichen Gründen bedauert. Die
Nominierung habe ich damit nicht in Frage gestellt. Dass ich nur
einen der älteren Turner in die WM-Mannschaft 2001 sehe und in
erster Linie die Neuformierung 2003 in Angriff nehme, haben die
Turner gewusst. Da Marius nur an einem Gerät die Mannschaft
verstärken konnte, fiel die Entscheidung für Waleri Belenki
(Mannschaftsdienlichkeit, nachgewiesen bei beiden
Qualifikationen). Die im nächsten Jahr stattfindende Einzel-WM
kann Marius Toba - auch bei ausschließlicher Spezialisierung auf
das Gerät Ringe, wahrnehmen. |
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Was
Sergej Charkov betrifft:
Er konnte in den letzten drei Jahren die Mannschaft bei den
entscheidenden Wettkämpfen (EM, WM, OS) nicht verstärken. Aus
meiner Sicht gehörte Sergej bis 1996 zu den technisch besten
Turnern der Welt, was ihm z. Teil jetzt noch zum Vorteil gereicht.
Sergej sollte sein Wissen über die Erarbeitung und UMsetzung von
Turntechniken an unsere Jugendturner weitergeben." |
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Eckhard
Herholz
(gymmedia)
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