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Vor knapp zwei
Monaten, am 27. April 2002, hatte sich Österreichs bester Kunstturner
Thomas Zimmermann beim Einturnen zum EM-Mehrkampffinale in Patras schwer
verletzt. Der 29jährige Vorarlberger war bei der Sprung-Landung gestürzt,
zog sich am rechten Knie einen Seitenband- und einen Kreuzbandriss,
sowie einen Schienbeinkopfbruch zu. Während einige Pessimisten das
Karriereende Zimmermanns befürchteten, verschwendete der Turner selbst
daran kaum einen Gedanken. Sein großes Ziel: "Im dritten Anlauf
2004 endlich an den Olympischen Spielen teilnehmen !"
Die
nächsten Ziele sind dann im November die Staatsmeisterschaft, die WM in
Debrecen und das Weltcupfinale in Stuttgart."
Und wie geht es im Hinblick auf Olympia 2004
weiter bzw. warum ist es für einen österreichischen Weltklasseturner
nicht selbstverständlich, dass er teilnehmen kann ? Zur Antwort holt
Thomas Zimmermann etwas weiter aus: "Die internationalen Quotenplätze
für Athen werden nur bei einem einzigen Wettkampf vergeben, nämlich
der WM im August 2003 in Anaheim in den USA. Die 'großen' Turnländer
sind dabei bevorzugt, sie erhalten die Quoten fast kontingentweise. Doch
für Länder, die nur wenige Topturner haben, gibt es insgesamt nur acht
individuelle Startplätze, die nach der WM-2003-Mehrkampfreihung
vergeben werden." Dummer Weise ist der Mehrkampf nicht Zimmermanns
allergrößte Stärke, er verkörpert "nur" am Pauschenpferd
und Sprung echte Weltklasse. Zimmermann wird sein Mehrkampfprogramm
daher im Laufe der kommenden zwölf Monate nochmals aufstocken und
seine Kür-Ausgangswerte auch am Boden, an den Ringen, am Barren und am
Reck steigern. Wenn er im WM-Mehrkampf 2003 dann annähernd fehlerfrei
bleibt, sollte die int. Olympiaqualifikation möglich sein. Zimmermann:
"Zwei Mal war ich als erster und zweiter Ersatz ganz knapp dran,
jetzt wird es klappen !"
Source:
Österreichischer Fachverband für Turnen
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