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Newsservice GYMmedia  22-Mar-2012    Cottbus, Lausitz 
 1. Qualifikationstag: Boy brilliert, Nguyen und Seitz ebenfalls qualifiziert...!


Philipp Boy: Start nur am Boden,
Chusovitina fällt aus!


 
Es sind Welt- und kontinentale Meister, nationale Champions und mit Sicherheit auch kommende Olympiasieger beim diesjährigen FIG Challenge Cup 2012 vom 22. bis 25. März in der Lausitz-Arena am Start.

Bei den Männern
werden gleich mehrere Duelle im Fokus des Interesses stehen:
Allerdings muss Lokalmatador Philipp Boy wegen noch bestehender Schulterprobleme das Reck weglassen, und wird sich nur am Boden seinem Publikum vorstellen. Die Konkurrenz hier ist allerdings der "Hammer":
Da treffen u. a. auch der aktuelle Welt- und Europameister Eleftheriados Kosmidis auf den sprunggewaltigen Enrique Tomas Gonzales Sepulveda aus Chile und auf Ex-Europameister Matthias Fahrig, der zeigen will, dass auch mit ihm im Olympiajahr wieder zu rechnen ist.
Boy setzte sich zunächst mit Bestwert in der Qualifikation durch...!

Die 11-malige Cottbussiegerin und Olympiazweite Oksana Chusovitina (Köln) musste dagegen ihren seit 1990 15. Cottbusstart absagen ......

Einturnatmosphäre heute in der Lausitz-Arena

** Die Qualifikation: >> STARTREIHENFOLGE
 
Nach Aussage von Bundestrainerin Ursula Koch hat sich die 36-jährige Ausnahmeathletin Oksana Chusovitina im Training einen Rückennerv eingeklemmt, und muss einige Tage pausieren.
Trotz der akuten temporären Probleme sieht Koch keine Gefährdung der Olympiasaison Oksanas.

* * * * * * * * * * *
 Bei den Frauen ist die Konkurrenz ebenso hochwertig wie in den Männerwettbewerben. Die treuen Cottbuser Turnfans können sich gleich auf zwei schillernde Persönlichkeiten freuen. Zum einen Diane dos Santos, die bereits 2004 mit einer phantastischen sprunggewaltigen Übung die Bodenkonkurrenz in Cottbus düpierte. Zum Anderen wollten  die Fans einmal mehr Olympiasiegerin Cătălina Ponor aus Rumänien bestaunen - die reiste allerdings dann nicht an!
Brasilien bringt mit Bruna Leal und Daniele Hypolito außerdem zwei erfahrene Turnerinnen an den Start, welche seit Jahren in der Weltspitze mitmischen.
 
Chusovitina: Olympiasaison aber ungefährdet!
 

  Auch China entsendet zum Turnier der Meister® ein schlagkräftiges Team namhafter Weltstars, angeführt von der erfahrensten chinesischen Turnerin der letzten Jahre, der mehrfachen Sprung- und Bodenweltmeisterin Cheng Fei.
<< Foto: WM 2007, Stuttgart

Mit He Kexin, die bereits 2008 in Cottbus gewonnen hatte, bringen die Chinesinnen auch die Stufenbarren-Olympiasiegerin an den Start. Die 18-jährige Wu Liufang, die bereits fünf Challenge Cup-Siege einfahren konnte, vervollständigt das Aufgebot aus dem Land der Mitte.

Nach einem für das deutsche Turnen grandiosen Jahr gehen auch die Athletinnen vom Turn-Team Deutschland optimistisch an den Start. Trotz Ausfalls der „Grande Dame“ des internationalen Turnzirkus Oksana Chusovitina, die Ihren Sprungtitel des Vorjahres verteidigen wollte, aber leider als Teilnahme-Rekordhalterin seit 1990 nun auf ihren 15. Cottbusstart verzichten muss, gehen mit Elisabeth Seitz und Kim Bui erfolgsorientierte junge Damen in Cottbus an die Geräte, Seitz allerdings auch nur am Stufenbarren, da sie leicht am Fuß gehandicapt ist.
Pia Tolle vervollständigt das deutsche Aufgebot, welches zeigen will, dass auch im Olympiajahr mit ihm zu rechnen ist.
 
Bei den Männern stehen sich weiterhin am Barren der mehrfache Welt- und Europameister und „Dauerbrenner“ des Turniers Mitja Petkovšek und der deutsche Europameister von Berlin 2011 Marcel Nguyen gegenüber.
Die bereits genannte Bodenkonkurrenz sieht sich ganz sicher spannungsgeladen am Sprungtisch wieder, wo auch der Europameister von 2010, Tomi Tuuha, aus Finnland mitmischen will.
An den Ringen ist seit Jahren Yuri van Gelder, fürs Podium gut. Hier darf man sich auf das Duell mit seinem Dauerkonkurrenten, den Chinesischen Olympiasieger Chen Yibing, freuen. Vielleicht sogar könnte Ringespezialist Arthur Nabarrete Zanetti vorn mitmischen, wie auch die heimische Konkurrenz mit. Marcel Nguyen und Thomas Taranu.

Am Pferd liegen die deutschen Hoffnungen auf dem jungen Sebastian Krimmer aus Backnang. Die Konkurrenz am störrischen „Zittergerät“, welches keine Fehler verzeiht, ist jedoch riesig. Spektakulär treffen mit dem Ungarn Krisztian Berki und dem Chinesen Qin Xiao der Weltmeister und Olympiasieger aufeinander.

Am Reck ist der aktuelle Europameister, „The flying Dutchman“ Epke Zonderland zwar der Favorit auf den Sieg, die Konkurrenz aber hat längst aufgestockt. Und so ist es fraglich, ob Zonderlands Goldübung aus Berlin heute noch für Platz eins reichen würde. Auch wenn Lokalmatador Philipp Boy als Reck-Spezialist seinen Einsatz am Königsgerät wegen Schulterbeschwerden absagen musste, mit Vlasios Maras und John Orozco aus den USA ist noch reichlich Konkurrenz für Zonderland vorhanden.
Gespannt sein darf man auch auf das Auftreten von Daniel Keatings, als britischer Ex-Europameister im Mehrkampf ist er einer der besten Sechskämpfer der Welt.

DEUTSCHE TEILNEHMER:
* Frauen:
Elisabeth Seitz (TG Mannheim), Kim Bui und Pia Tolle (beide MTV Stuttgart).
* Männer: Philipp Boy (SC Cottbus), Marcel Nguyen (TSV Unterhaching), Matthias Fahrig (SV Halle), Sebastian Krimmer (MTV Stuttgart), Helge Liebrich (TV Wetzgau) und Thomas Taranu (KTV Straubenhardt).

** ZEITPLAN:
Do - 22. März: 13.30 - 14.55 Uhr Warm-Up 15.00 - 19.30 Uhr Qualifikation an 5 Geräten
Fr - 23. März: 13.30 - 14.55 Uhr Warm-Up 15.00 - 19.30 Uhr Qualifikation an 5 Geräten

Sa - 24. März: 12.45 - 13.55 Uhr Einturnen, 14.00 - 17.00 Uhr Finale I Männer: 3 Geräte, Frauen: 2 Geräte
So - 25. März: 12.45 - 13.55 Uhr Erwärmung, 14.00 - 17.00 Uhr Finale II Männer: 3 Geräte, Frauen: 2 Geräte
* Info: d t b
 


  Philipp BOY, der heute in der Qualifikation auf die Bodenfläche muss, gab am Eröffnungstag,seiner Heimatzeitung, "Lausitzer Rundschau", die sich traditionell sehr um das Turnier kümmert, ein ausführliches Interview:
>> Philipp Boy: "Ein Riesentraum!"

** Am ersten Qualifikationstag trafen wir in der Lausitz-Arena den "Turnvater Spaniens", Jesus CARBALLO, sen., der mit der maximal möglichen Anzahl von je vier Turnerinnen und Turnern am ersten Challenge Cup der Saison in Cottbus teilnimmt. Für sie ist es ein Aufbauwettkampf. Auch bei den bevorstehenden Europameisterschaften im Mai schaue man noch nicht so auf die Ergebnisse, sondern " ... in London, bei Olympia, wollen wir dann wieder an die Ergebnisse anknüpfen, die man international vom spanischen Turnen der neunziger Jahre kennt!":
** GYMmedia Exklusiv --: (in spanisch)

(c) gymmedia

... und bei der Erwärmung lässt Jesus Carballo dann all' seine "Puppen tanzen"...:
 


... die vier spanischen Mädchen im Handstand und dem Rhythmus der Musik!
 

* Qualifikation
1. Tag, Frauen
* SPRUNG:
Ohne deutsche Beteiligung mit der Bestleistung der russischstämmigen Israelin Valeria Maksiuta 14,350 / 13,700 = 14.025 vor Brittany Rogers (CAN; 13,937) und Claudia Gonzales (ESP; 13,912) in einem nur 18'er relativ schwachen Starterfeld. Oksana Chusovitina fehlte hier schmerzlich ...!

* STUFENBARREN:
Erwartungsgemäß brillierte die routinierte Chinesin, Ex-Weltmeisterin  HE, Kexin, u. a. mit Jägersalto 1/2-Drehung + Jägersalto zwischen den Holmen direkt und dann noch mit einem weiteren Jägersalto gestreckt ...
Hinter Celine van Gerner (NED); 14,125) und Natalia Kononenko (UKR), qualifiziert sich die Deutsche Meisterin Elisabeth Seitz als Vierte souverän fürs Finale. Pia Tolle fehlen am Ende als 11. gut zweieinhalb Zehntel ...
 


  1. Tag, Männer:
BODEN: Optimaler Start des Lokalmatadoren Philipp Boy. Mit 15,250 turnte er souverän an die Spitze der 38 Mitbewerber und ließ den starken Chilenen Gonzales Sepulveda (15,075) und die "jungen Wilden" Max Whitlock und Sam Oldham aus Großbritannien ebenso hinter sich, wie auch Ex-Weltmeister Eleftherios Kosmidis (GRE) überraschend als 11. nich das Finale erreichte.
Pech hatte der Hallenser Matthias Fahrig, der als erster Turner der Welt in der ersten Reihe die Direktverbindung 11/2-Schraube, direkt gefolgt von einem Doppelsalto, vorwärts gebückt (!) versuchte, der allerdings noch fast im Sitz landete...

* PFERD: - Die Londoner Spiele nahen und prompt bestimmten auch zwei junge Briten die Leistungsspitze auf den Pauschen. Sogar ohne ihren Star Louis Smith setze sich Ex-Mehrkampf-Europameister Daniel Keatings mit 15,500 an die Spitze, gefolgt von seinem Landsamnn Max Whitlock (15,350), der Saso Bertoncelj (SLO) auf Rang drei verschob.
Helge Liebrich (29.), Matthias Fahrig (33.) und Sebastian Krimmer (43.)blieben ohne Chance im Starterfeld der 52 (!) Bewerber.

* RINGE: Die Lufthoheit vermutete man eindeutig bei Chinas Olympiasieger Chen, Yibing, der mit 15,625 auch zunächst die Spitze übernahm, dann aber zur Verblüffung der Fachwelt vom Brasilianer Arthur Nabarrete Zanetti um 0,05 Punkte überturnt wurde.
Hinter den beiden drängeln sich Yuri van Gelder (NED; 15,300), Eleftherios Petrounias (GRE; 15,275), Luo, Xuan (CHN; 15,250), Marcel Nguyen (GER; 15125) und John Orozco und Jesse Silverstein (beide USA; je 15,050), so dass ein absolut offenes, spannendes Ringefinale zu erwarten ist.

Der Ringespezialist Federico Molinari aus Argentinien war hier in Cottbus mit seinem Auftritt nicht zufrieden - Rang 16 nur. Allerdings ist der 28-jährige Powertyp bereits für die Olympischen Spiele als Einzelstarter qualifiziert - seit Atlanta 1996 ist damit erstmals wieder ein Argentienier in der "Olympic Family":
** GYMmedia exklusiv --:


(C) gymmedia

ERGEBNISSE,
Frauen:
 > Vault / Sprung > Uneven Bars / Stufenbarren

Männer:
> Floor exerc. / Boden
   > Pommel horse / Pferd
       > Still rings / Ringe

* >> .. zweiter Qualifikationstag
 


 
 
 
   

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