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„Sie
arbeitet sehr fleißig und probiert jede Übung mit voller
Kraft, “ lobt die Trainerin, „aber sie muss auch noch ein
wenig vorsichtig sein aufgrund ihrer längeren Verletzung.“ Rückenprobleme
hatten Olga zu schaffen gemacht, und so bestritt sie seit April
keine Wettkämpfe mehr. „Die drei Grand Prix Turniere habe ich
aber alle geturnt, so dass ich jetzt in Berlin gleich wieder
anknüpfen kann. Ich freu’ mich schon, an den World Cup im
vorigen Jahr habe ich gute Erinnerungen, das war für mich ein
guter Wettkampf und insgesamt richtig schön.“
Olga, die schon im vorigen Jahr als Neuling im internationalen
Geschehen eine gute Grand Prix Serie turnte, ist mit dem Seil
auf Rang 9 der Grand Prix Liste 2002 und gehört damit zu den
gesetzten Gymnastinnen für das Berliner Turnier. „Ich
bin besser geworden“, meint die 15jährige selbstbewusst,
„wir haben vor allem an der Technik gearbeitet und zwei ganz
neue Übungen zusammengestellt.“

Viel neues wurde im Sportzentrum
gebaut
In
Kienbaum lernte sie zugleich ihre neuen Trainingsgefährtinnen
näher kennen. Denn mit Netdao Schröder
und Gesine Ratfelder
(Einzel) sowie Tina Giese (Gruppe)
kommen gleich drei Berlinerinnen zum TV Wattenscheid, um sich
künftig zentral und noch intensiver ihren sportlichen Zielen zu
widmen. So hatten die Gymnastinnen neben dem harten Training in
der Woche auch viel Spaß. Die jüngsten – erst 9 Jahre alt
– schauten auf Olga und waren stolz, mit ihr trainieren zu
können. Nicht schlecht, mit 15 Jahren schon eine Vorbildrolle
zu haben, aber auch nicht leicht. "Ich war bei unserem Trainingswettkampf hier richtig bisschen
aufgeregt. Außerdem sind die älteren Berliner Mädchen ja
sportlich richtig gut, und so haben wir uns gemeinsam weiter
voran gebracht."
| Olga,
die schon 1999, damals in der Juniorinnen-Gruppe, zu
einem Trainingsaufenthalt in Kienbaum war, staunte über
die Veränderungen: "Es hat mir schon damals
gefallen; aber jetzt ist ja fast alles neu gemacht und
noch viel schöner. Wir haben gute Bedingungen zum
Trainieren, können schwimmen und in die Sauna gehen und
viel draußen sein." Ihre Trainerin, die übrigens
ihren einstigen Schützling Julia
Barsukowa als Trainerin zum Olympiasieg 2000
führte, war hingegen zum ersten Mal im Sportzentrum.
"Es war sehr, sehr gut hier, "zeigte sie sich
richtig begeistert. "Hier stimmt einfach alles: Die
Bedingungen, die ausgezeichnete Atmosphäre, es ist ein
großes Miteinander, und die Berliner Mädchen sind ganz
reizend. Ich war zwar das erste Mal hier, aber ganz
bestimmt nicht zum letzten Mal!" Damit machte sie
auch der Initiatorin des Ganzen, der Berliner
Landestrainerin Barbara
Rothenburg, ein großes Kompliment. Sie
hatte die Idee, Olga und ihre Trainerin zum
Trainingscamp einzuladen. "Das Konzept ist
voll aufgegangen", so die Berliner Trainerin, die
sich temperamentvoll und engagiert wie immer um alle
Gymnastinnen kümmerte. |

Olga
liest gern - "am liebsten Kriminalgeschichten" |
"Es
war gut für Olga, die hier gut trainiert hat, ganz locker
geworden ist und ihre künftigen Mitstreiterinnen kennen gelernt
hat. Es war gut für unsere ganz jungen Gymnastinnen und für
den Zusammenhalt untereinander. Und es war gut für uns
Trainerinnen, denn es war sportlich ein sehr erfolgreicher
Lehrgang - und Spaß hat's auch gemacht."
Das
war selbst für einen außenstehenden Tagesbesucher nicht zu
übersehen...

Von
der Jüngsten bis zur WM-Teilnehmerin -
sie waren eine Woche lang ein gutes - und fröhliches - Team
Nun
freut sich Olga Lukjanov auf ihren Wiedereinstieg ins
internationale Geschehen in Berlin, auf Annika
Rejek und Isabell Piepiorra, die beiden anderen
deutschen Starterinnen, "mit denen ich mich gut
verstehe." Worauf
freut sie sich noch? „Darauf, dass meine Familie wieder zum
Zuschauen kommt und auf die anderen Gymnastinnen aus
verschiedenen Ländern, dass ich sie alle wiedersehe. Vor allem Alya
Yussupova aus Kasachstan, mit der ich dauernd SMS
austausche. Dann können wir ja mal wieder richtig miteinander
reden...“
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