Modus
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Attraktiv, Zuschauer- und Medienfreundlich

Die Europameisterschaften in Riesa sind die zweiten kontinentalen Meisterschaften, die nach diesem Modus ausgetragen werden. Die Europäische Turn-Union UEG versprach sich durch die Kombination von (eigentlicher) Gruppen-EM mit dem Start der 16 besten europäischen Einzelgymnastinnen einen Attraktivitätsgewinn für die Verbände, für Zuschauer und Medien. Ein Konzept, dass bei der Premiere 2001 in Genf (Schweiz) aufging: Hochkarätige, attraktive Wettkämpfe, ausverkaufte Hallen und großes Medieninteresse machten die EM zu einem großen Erfolg.
Gruppen Elite (auch Senioren oder Erwachsene genannt):
Es starten die Nationalmannschaften des jeweiligen Verbandes. Eine Gruppenübung wird mit 5 Gymnastinnen geturnt. Zum Wettkampf gehören zwei Übungen: eine mit 5 Bändern, eine mit 3 Reifen und zwei Bällen. Laut Reglement muss bei der zweiten Übung eine Gymnastin ausgewechselt werden; d.h., zu einer Nationalmannschaft gehören sechs Gymnastinnen.
Der Gruppen-Europameister (Mehrkampf) wird durch die Addition der Wertungen beider Übungen ermittelt. Pro Übung können maximal 30 Punkte vergeben werden, die sich wie im Einzel aus A- und B-Noten zusammensetzen. Im Finale ermitteln die besten acht Gruppen den Europameister mit den jeweiligen Handgeräten. Insgesamt werden also drei Medaillensätze vergeben:
- Mehrkampf
- Finale Übung mit 5 Bändern
- Finale Übung mit 3 Reifen / zwei Bällen
Gruppen Juniorinnen:
Es starten die Junioren-Nationalmannschaften des jeweiligen Verbandes; die Gymnastinnen sind 12 oder 13 Jahre alt. Die Gruppenübung wird mit 5 Gymnastinnen geturnt, ein Wechsel ist nicht vorgeschrieben. Zum Wettkampf gehören zwei Durchgänge, in denen die selbe Übung mit 5 Reifen gezeigt wird.
In Riesa werden zwei Qualifikations-Durchgänge geturnt: Nach dem ersten qualifizieren sich die besten vier Gruppen direkt für das Finale. Alle anderen Gruppen starten im zweiten Qualifikations-Durchgang noch einmal, wiederum kommen die besten vier dieses Durchgangs ins Finale der besten acht, aus dem dann der Europameister ermittelt wird. Es wird also ein Medaillensatz vergeben.
Pro Übung können maximal 30 Punkte vergeben werden, die sich wie im Einzel aus A- und B-Noten zusammensetzen.
Einzel:
Die UEG hat die Wettkämpfe der Einzelkonkurrenz bei Europameisterschaften generell getrennt. In den geraden Jahren (letzte EM: Granada 2002) werden die Mannschafts- und Einzelmehrkampf-Europameisterinnen ermittelt. In den ungeraden Jahren (letzte EM: Genf 2001) werden die vier Finals mit den einzelnen Handgeräten ausgeturnt. Dazu werden die 16 bestplatzierten (maximal 2 pro Nation) Gymnastinnen der letzten EM eingeladen. In Riesa gehen also die 16 Erstplatzierten des Mehrkampfs der EM von Granada 2002 an den Start. (Für die dopinggesperrte Europameisterin Alina Kabajewa, Russland, rückte Irina Kikkas, Estland, als 17. nach.)
Es werden insgesamt vier Medaillensätze vergeben: Reifen, Ball, Keulen, Band.
Pro Übung können maximal 30 Punkte vergeben werden, die sich aus A-Noten und der B-Note zusammensetzen.
Zum veränderten Reglement:
Seit dem 1. Januar 2003 gelten Veränderungen im Regelwerk der Rhythmischen Sportgymnastik. Der "Code de pointage", erstellt und aktualisiert vom Technischen Komitee RSG des Internationalen Turnerbundes FIG, hat mit den Neuerungen den künstlerischen Gehalt der Übungen aufgewertet. Zu den Veränderungen äußerst sich in einem UEG-Interview die Präsidentin des Technischen Komitees RSG der Europäischen Turn-Union,
Heide Bruneder (Österreich).
UEG-Interview mit Heide Bruneder
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