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31. Deutsches Turnfest 
68. Deutsche Meisterschaften in Leipzig

Medaillenregen für Hannovers Turner
 

Pfeifer Gold am Boden und Silber am Seitpferd – Toba Gold an den Ringen
Überaus erfolgreich präsentierten sich Hannovers Turner bei den deutschen Meisterschaften, die im Rahmen des deutschen Turnfests in Leipzig stattfanden.
>> Bereits im Mehrkampf zeigten Marius Toba und Sergej Pfeifer „den Umständen entsprechend“ hervorragende Leistungen. Pfeifer, der durch eine Schulteroperation noch arg im Trainingsrückstand war, erreichte mit 52.275 Punkten einen respektablen 7. Platz und qualifizierte sich für die Finals am Boden und Pauschenpferd. Marius Toba, der aufgrund einer Ellenbogenverletzung auf einen Start am Pauschenpferd verzichten musste, hätte sich mit einer 8.1 am Pauschenpferd auf Rang sechs geturnt – eine veritable Leistung für Deutschlands ältesten Turner. Dass in Hannover auch weiterhin gute Arbeit geleistet wird demonstrierten die beiden Athleten jedoch in den Gerätefinals. 
>> Sergej turnte im Bodenfinale eine blitzsaubere Bodenübung und konnte sich mit 9.375 deutlich vom zweitplatzierten Thomas Andergassen (9.175) distanzieren. Pfeifer war auch der einzige Turner der mit einem Doppeltwist gebückt in der ersten Bahn einen Rückwärtssprung hoher Qualität und Schwierigkeit zeigte.
>> Sehr spannend wurde es dann im Pauschenpferdfinale: Die ersten beiden Turner, darunter Mehrkampfmeister Sven Kwiatkowski, mussten das Gerät verlassen. Die erste wirklich saubere Übung turnte Thomas Andergassen, der eine 9.575 für seinen Vortrag erhielt. Entsprechend groß war die Spannung auf den Rängen, als Sergej Pfeifer als letzter ans Gerät ging. Eine technisch anspruchsvolle und sauber geturnte Kür – bis zum Abgang: Hier musste er leider ein wenig nachdrücken um noch in den Handstand zu gelangen und erreichte so mit 9.362 Punkten „nur“ den zweiten Platz hinter Thomas Andergassen.
Im Finale an den Ringen war eigentlich schon vorher klar wer gewinnen würde. In Deutschland gibt es einfach keinen zweiten Turner, der die Kraftelemente so wie Marius Toba beherrscht. Aus Expertenmunde war außerdem zu hören, dass der Abstand zwischen Toba und seinen Konkurrenten durchaus noch höher hätte sein können. Denn im Ringefinale wurden häufig Schwierigkeiten anerkannt, die man aufgrund zu großer Lageabweichungen eigentlich nicht mehr hätte anerkennen dürfen. Toba präsentierte seine Kür wie man es von ihm gewohnt ist – kraftvoll, elegant und den Abgang genau in den Stand. Dafür gab es dann vom Kampfgericht mit 9.587 auch die Tageshöchstnote – und das für einen 34-jährigen!

Der Nachwuchs: Spitzenarbeit wurde belohnt!!
Erfolgreich konnte sich auch der Nachwuchs von Trainer Peter Scholz in Leipzig präsentieren. Der wohl größte Erfolg ist der zweite Platz im Mehrkampf durch Max Wittenberg-Voges in der AK 12, der allerdings für seinen Heimatverein MTV Vechelde startete. Mit 56.05 Punkten blieb er nur 1.5 Zehntel hinter dem erstplatzierten Marvin Pokroppa vom TSV Rudow zurück. Bei einem derartig knappen Ergebnis spielen Kampfrichterwohlwollen und Kampfrichterherkunft eine nicht unbedeutende Rolle, so dass sich Max im nächsten Jahr gute Chancen ausrechnet, seinen Konkurrenten auf Rang zwei zu verweisen. Ebenfalls in der AK 12 konnte sich Andreas Toba mit 53.775 den achten Rang sichern. In der AK 13/14 erreichte Artur Ziegler mit 46.20 Punkten den 11. Rang und der erst 13 Jahre alte Murat Yildirim mit 45.20 Punkten den 18. Platz. Artur konnte sich außerdem für das Ringefinale qualifizieren und erturnte sich dort mit 8.25 Punkten die Silbermedaille hinter Tilo Steinbach aus Chemnitz (8.30 Pkte).
Trainer Peter Scholz zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge: „Langsam aber sicher beginnt die Arbeit hier Früchte zu tragen. Es dauert halt alles ein bisschen, aber jetzt geht es langsam bergauf. Letztes Jahr hat Boso Schmidt zum ersten Mal seit 1996 wieder eine Medaille im Jugendbereich nach Hannover gebracht. Dieses Jahr haben wir einen Vizemehrkampfmeister, der auch durchaus hätte Meister werden können, und einen Vizemeister an den Ringen. Wenn wir kontinuierlich weiterarbeiten, werden wir das Ergebnis bei den nächsten Meisterschaften noch verbessern können.“ Besonders freute sich Peter Scholz über Arturs Ringemedaille, denn Artur konnte verletzungsbedingt für zwei Jahre nicht richtig trainieren und turnte dieses Jahr auch zum ersten Mal einen Sechskampf bei den Meisterschaften mit. 
(Bericht: Heiko Strugalla)                                 >> back to NEWS
 

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