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Leipzigs Olympia-Visionen nehmen Konturen an

. Leipzigs Olympia-Visionen erhalten die ersten Konturen. Die Stadtväter, die sich für eine Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012 oder 2016 ausgesprochen haben, werden Ende Februar eine 160 000 Mark teure Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, die am 29. Juni fertig gestellt werden soll.
«Danach haben wir viele Antworten parat», sagt Burkhard Jung, Beigeordneter für Jugend, Schule und Sport. Die Region mit der Messestadt Leipzig an der Spitze will dann in die Offensive gehen: «Unsere Chancen sind sicherlich nicht riesengroß. Doch Olympia bedeutet eine Milliarde Mark an Finanzmitteln, warum sollen diese nicht in unsere Region fließen?», fragt sich Jung, der bereits eine hochkarätige Initiativ-Gruppe unter der Leitung von Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee und Sachsens Kultusminister Matthias Rößler gebildet hat.
In einer vorbereitenden Sitzung der Oberbürgermeister von Leipzig, Dresden und Chemnitz sowie des Bürgermeisters von Riesa signalisierten die Landesregierung im Freistaat sowie die teilnehmenden Städte einvernehmlich, dass die Messemetropole als so genannte Leitstadt favorisiert ist. «Wenn überhaupt, muss sich Leipzig vorne dran stellen», so Jung, der allerdings auch Halle/Saale ins Boot holen möchte. Doch derzeit verhindern landespolitische Spannungen ein Näherkommen.

Mut zusprechen will auch Thomas Bach. «Die vergangenen Olympischen Spiele haben gezeigt, dass eine Bewerbung auch eine große Chance ist. Damit können infrastrukturelle Nachteile von 20 bis 25 Jahren ausgeglichen werden», meinte der Tauberbischofsheimer Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Die Stadtväter in Leipzig rechnen bei einer Austragung mit täglich 300 000 Zuschauern. Hinzu kommen rund 15 000 Athleten, 7 000 Offizielle, 15 000 Medienvertreter und  50.000 freiwillige Helfer. «Das wird vor allem ein Logistik-Problem. Aber es ist zugleich ein Selbstläufer», meint Riesas Bürgermeister Wolfram Köhler, der in seiner Stadt hauptsächlich die Kampfsportarten austragen möchte.

Während in Leipzig die Kernsportarten wie Leichtathletik, Schwimmen, Handball und Fußball stattfinden sollen, ist Chemnitz für Radsport und Turnen vorgesehen. Dresden käme für Reiten, Tennis und Volleyball in Frage. Das Olympische Zentrum könnte das Leipziger Sportforum werden. Dort soll gegenüber vom neu erbauten Zentralstadion auch eine 100 000 Zuschauer fassende Leichtathletik- Arena für Eröffnungs- und Abschlussfeier entstehen. «Mit einer temporären Lösung könnte man das Stadion zur späteren Nutzung wieder verkleinern», so Jung, der sogar schon Anfragen aus Kiel und Rostock wegen der Austragung der Segelwettbewerbe vorliegen hat. Das etwa 40 Hektar große Olympische Dorf könnte auf dem Areal der Alten Messe, das Pressezentrum in der Neuen Messe Platz finden.

    

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