PREVIEW, 01.08.2004
Wer wird Nachfolgerin von Julia Barsukowa?


Alina Kabajewa: Schafft sie diesmal den Olympiasieg?

Sie ist Welt- und Europameisterin, bestimmt seit 1998 die Weltspitze in der Rhythmischen Sportgymnastik und ist nun auch die Top-Favoritin auf olympisches Gold in Athen: Alina Kabajewa.
Schon einmal - bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney - galt sie als unschlagbare Favoritin. Doch unter dem psychischen Druck, beim bedeutendsten Sportereignis gewinnen zu wollen, sprang ihr der Reifen davon... Olympiasiegerin wurde ihre Teamgefährtin Julia Barsukowa, Kabajewa gewann Bronze.
So werden wohl auch in Athen die Nerven über die Medaillen entscheiden. Wie bei den Weltmeisterschaften 2003 in Budapest und bei den Europameisterschaften in Kiew 2004 könnte es wieder einen spannenden Zweikampf zwischen Kabajewa und ihrer ukrainischen Konkurrentin Anna Bessonowa geben. Jedoch haben auch Irina Tschaschina (RUS) und Natalja Godunko (UKR) sowie Inna Shukova (BLR) Medaillenchancen. Ob sich die dreifache Weltmeisterin von 2001, Simona Peitschewa (BUL) wieder in diesen Favoritenkreis einreihen kann, wird sich an diesem Wochenende beim Weltcup Turnier in ihrer Heimatstadt Sofia erweisen. Dort startet sie nach zehnmonatiger Sperre nach einem positiven Dopingbefund erstmals wieder.
Als einzige deutsche Teilnehmerin geht die 15-Jährige Lisa Ingildeeva (Schmiden) an den Start. Ihr großes Ziel ist es, sich in Athen für das Finale der 10 besten Mehrkämpferinnen zu qualifizieren - angesichts des Weltklassefeldes eine sehr schwierige Aufgabe für die fünffache Deutsche Meisterin. Insgesamt gehen im Einzel 24 Olympia-Teilnehmerinnen in die Wettkämpfe. Vergeben wird ein einziger Medaillensatz für die besten Mehrkämpferinnen.

Gruppen: Russland scheint ungefährdet
Am deutlichsten ist die Favoriten-Situation bei den Gruppen: Weltmeister Russland scheint derzeit unschlagbar, hat komplett alle Wettkämpfe seit den WM 2003 in Budapest gewonnen. Indes dürfte der Kampf um die Medaillen sehr spannend werden: Weißrussland, Italien und Bulgarien werden etwa gleichstark eingeschätzt, doch auch Spanien oder China sind jederzeit für positive Überraschungen gut.


Zum dritten Mal bei Olympia:
Almudena Cid (ESP)