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DTB /
Deutsches Frauenturnen:
Mit
"halber Stelle" ganze Arbeit |
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Dr. Petra Theiss / Frankfurt: "Nach langen Personaldiskussionen, insbesondere auch was die Besetzung der Teamchef- bzw. Cheftrainerposition angeht - zwischenzeitlich wurde die Notwendigkeit eines "charismatischen Leitwolfs" für das deutsche Frauenturnen diskutiert - wurde ich von mehreren Seiten angesprochen, die Position der Teamchefin zu übernehmen.
...übrigens mit einer 1/2 Stelle! Mein erster Beweggrund ist die Tatsache, dass mit dieser Position eine Aufgabe verbunden ist - die Olympiaqualifikation 2003 - deren Realisierung auf den ersten Blick nahezu unmöglich erscheint. Es ist also die besondere Herausforderung zu dokumentieren, dass das weibliche Kunstturnen in Deutschland nicht am Ende ist, sondern sehr wohl eine Perspektive hat. Persönlich hat mich zudem die gescheiterte Olympiaqualifikation 1999 als direkt Involvierte, ebenso wie die beteiligten Turnerinnen und Trainer, tief getroffen. Meines Erachtens waren wir mit der Sydney-Konzeption als auch mit den durch die Studie "Belastungen und Risiken" initiierten Maßnahmen, insbesondere im trainingsmethodischen und sportmedizinischen Bereich, bereits auf einem guten Weg und es wäre schade, wenn diese guten Ansätze auf der Strecke blieben. Last but not least haben mich aber auch die strukturellen Veränderungen im DTB, insbesondere aber die Wahl des neuen Vizepräsidenten Spitzensport, Eduard Friedrich, von dem ich mir den notwendigen "frischen Wind" auf Funktionärsebene erwarte, dazu bewogen, dieses Amt anzunehmen. Die Rahmenbedingungen für das weibliche Kunstturnen in Deutschland scheinen mir unter diesen Voraussetzungen günstiger als bisher zu sein.
Oberstes Ziel ist die Olympiateilnahme in Athen 2004.
Alle Maßnahmen und Entscheidungen auf dem Weg dorthin sind unter die
Prämisse des zu erwartenden Erfolgs zu stellen. Grundsätzlich werde ich einen, unserem
Gesellschaftssystem angepassten, demokratischen Führungsstil favorisieren, d.h. alle
wesentlichen Fragen in bezug auf die Trainings- und Wettkampfplanung des WM- und
Athenkaders werde ich im Vorfeld mit den jeweils beteiligten Trainern
diskutieren, bevor ich eine Entscheidung treffe. In der praktischen Arbeit werde ich
dabei in erster Instanz durch den Nachwuchsbundestrainer
Wolfgang Riedel (Berlin) unterstützt,
dessen Arbeit in der Vergangenheit auf breite Zustimmung gestoßen ist.
im ersten Schritt:
Es wird meine Hauptaufgabe sein, die beteiligten Trainer "an einen Tisch" zu holen. Ich denke, dass in der Vergangenheit viele Konflikte aufgrund fehlender Kommunikation zwischen allen Beteiligten zustande gekommen sind. Ich werde mich also bemühen, die Kommunikationswege in alle Richtungen zu öffnen. Auf jeden Fall müssen wir endlich begreifen, dass wir alle "in einem Boot" sitzen und nur auf der Basis einer kollegialen Zusammenarbeit Erfolge erzielen können, die uns letztlich das fehlende Selbstvertrauen und das Ansehen unserer Sportart in der Öffentlichkeit zurückbringen können. Nur mit einem eingeschworenen Team werden wir unsere Konzeption realisieren können. Diesen Weitblick erwarte ich von allen Beteiligten.
Das Abschneiden bei der WM in diesem Jahr stellt ein
wichtiges Zwischenergebnis auf dem Weg nach Athen dar. Primäres Ziel wird sein -
im Gegensatz zu 1997 - überhaupt ein Team nach Gent zu entsenden. Uns stehen
derzeit 9 potentielle WM-Kandidatinnen zur Verfügung, wobei der bereits
bekannte Nationalmannschaftskreis in diesem Jahr durch
Daria
Bijak aus dem Juniorenbereich eine deutliche Verstärkung erfährt. Petra Theiss / Januar 2001 (....ausführlich äussert sich Dr.Petra Theiss auch im LEON*-Magazin 1/2001, Ausgabe 15.Februar 01) (Lesen Sie zur "Startsituation
2001Deutsches Männerturnen" die DTB-Info 3/2001)
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