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update: 10-Juni-2008

DEUTSCHE TURN-MEISTERSCHAFTEN
Kunstturnen/Gerätturnen, Deutsche Mehrkampfmeister, Männer
TEIL III
   - seit 1990

57.

1991

1.

Andreas Wecker

SC Berlin

Pkt.
115,800

- Erste Gesamtdeutsche 
Meisterschaften nach 47 Jahren
.

Bonn

2.

Sylvio Kroll SC Cottbus 115,55 - insgesamt 41 Teilnehmer, davon 22 aus neuen Bundesländern
.

19.-21.7.

3.

Ralf Büchner DTB 114,50 - Vereinswechsel von Potsdam nach Hannover war noch nicht vollzogen.

58.

1992

1.

Andreas Wecker

SC Berlin

116,900 -
.

Duisburg

2.

Ralf Büchner TK Hannover 116,60 -
.   

3.

Marius Toba TK Hannover 114,90 -

59.

1993

1.

Oliver Walther

SV Halle

109,800 -
.

Bremen

2.

Mario Franke SV Halle 109,15 -
.   

3.

Waleri Belenki KTV Stuttgart 108,00 -

60.

1994

1.

Marius Toba

TK Hannover

109,950 - im Rahmen des Deutschen Turnfestes
.

DTF Hamburg

2.

Andreas Wecker SC Berlin 109,350 -
.     

3.

Ralf Büchner TK Hannover 109,150 -

61.

1995

1.

Waleri Belenki

KTV Stuttgart

56,375 - 100. Deutscher Mehrkampfsieger
-  Wegfall der Pflicht; Kür-Sechskampf
.

Nellingen

2.

Andreas Wecker SC Berlin 56,375 -
.

25.-27.8,

3.

Sergei Charkow TG Saar 55,325 -

62.

1996

1.

Peter Nikiferow

SC Berlin

56,450 -
.

Hannover

2.

Waleri Belenki WKTV Stuttgart 56,20 -
.    31.5.-2.6.

3.

Uwe Billerbeck TV Nellingen 55,40 -

63.

1997

1.

Sergei Charkow

TG Saar

53,800 -
.

Heilbronn

2.

Daniel Farago SC Berlin 53,15 -
.

25.-27.Juli

3.

Marius Toba TK Hannover 52,90 -

64.

1998

1.

Sven Kwiatkowski

KTV Chemnitz

54,600 - im Rahmen des Deutschen Turnfestes
.

DTF München

2.

Sergei Pfeifer TK Hannover 54,25 -
.   30.5.-4.6.

3.

Dmitri Nonin SC Berlin 53,52 -

65.

1999

1.

Andreas Wecker

SC Berlin

56,05 -
.

Chemnitz

2.

Renè Tschernitschek SV Halle 54,85 -
.   

3.

Sven Kwiatkowski KTV Chemnitz 54,80 -

66.

2000

1.

Sergei Pfeifer TK Hannover 56,00 -
.

Albstadt

2.

Sven Kwiatkowski KTV Chemnitz 55,55 -
.   

3.

Marius Toba TK Hannover 54,95 -

67.

2001

1. Thomas Andergassen MTV Stuttgart 52,90  

Dessau

2. Sergei Charkow TG Saar 52,60

28.-30. Sep

3. Sven Kwiatkowski KTV Chemnitz 52,45
68. 2002 1. Sven Kwiatkowski KTV Chemnitz 53,80 - wird zum zweiten Mal in Folge Turnfestsieger 
(- siehe 1998, München)
DTF, Leipzig 2. Ronny Ziesmer SC Cottbus 53,25
21. Mai 3. Dmitri Nonin SC Berlin 53,05
69. 2003 1. Ronny Ziesmer SC Cottbus 54,30 - nach 15 Jahren (1988, S. Kroll) erster Titel wieder für Cottbus; 
Heilbronn 2. Christian Berczes SV Halle 53,70
20.-22. Juni 3. Thomas Andergassen MTV Stuttgart 53,150
70. 2004 1. Thomas Andergassen MTV Stuttgart 54,725  
Chemnitz 2. Ronny Ziesmer SC Cottbus 54,000
04.-06.06. 3. Eugen Spiridonov TV 1883 Bous 53,900
71. 2005 1. Fabian Hambüchen TSG Niedergirmes 52,850 - im Rahmen des Internationalen Deutschen Turnfestes in Berlin
Berlin 2. Christian Berczes SV Halle 52,400 - zum 7. Mal-Rekord-Ausrichter Deutscher Titelkämpfe (wie Leipzig)
14.-21.05.2005 3. Eugen Spiridonov TV 1883 Bous 52,100
72. 2006 1.  Fabian Hambüchen TSG Niedergirmes 89,150 - erstmals nach neuem intern. Code de Pointage; 
= 2. WM-Qualifikation
Stuttgart
(Porsche-Arena)
2. Eugen Spiridonov TV 1883 Bous 87,100
01.-03.09. 3. Philipp Boy SC Cottbus 86,550 ... führte bis zum letzten Gerät, dann Sturz am Reck!
73. 2007 1. Fabian Hambüchen TSG Niedergirmes 91,700 - = gleichzeitig 2. WM Qualifikation;
- Hambüchens erster WK wieder seit EM 2007
Gießen 2. Philipp Boy SC Cottbus 87,900 - erster WK wieder nach Verletzung im Frühjahr
20.-22.07. 2. Robert Juckel SC Cottbus 87,900 -  ... bisher der beständigste Turner 2007...
74. 2008 1. Fabian Hambüchen TSG Niedergirmes 93,300 - vier Mehrkampftitel in Folge: dies gelang zuvor nur Roland Brückner (6x), KLaus Köste (5x), Eberhard Gienger (5x) und Helmut Bantz (4x)
Chemnitz 2. Philipp Boy SC Cottbus 88,950 - der "Schattenmann": zum zweiten Mal Vize, zum dritten Mal hinter Hambüchen auf dem Treppchen
07. - 08.06. 3. Eugen Spiridonov TV Bous 87,100 - auch der Saarländer stand seit 2005 zum dritten Mal auf nationalem Mehrkampfpodest...!
3. Marcel Nguyen TSV Unterhaching 1910 87,100 - holt die aller erste Mehrkampfmedaille für seinen Verein
75. 2009 1.        
2.
3.

         Geschichtliches, Fakten, Zahlen.....


  • Chemnitz, 7. - 8. Juni 2008: ... zum 6. Male Ausrichter der DM der Männer; und mit seinem vierten Mehrkampftitelgewinn stieß der Wetzlarer Fabian Hambüchen erneut in nationale Dimensionen vor: 
    Nachdem er 2003 bei seinen ersten Seniorenmeisterschaften mit 3 Gerätetiteln jüngster nationaler Titelträger der Geschichte wurde - den Mehrkampf ließ er damals aus Belastungsgründen noch aus  - holte er sich nun zum 4. Mal in ununterbrochener Folge die Turnkrone: 
    Nach den Olympiasiegern Roland Brückner (6x in Folge: 1976 - 1981), 
    nach Klaus Köste (1968-1972) und Eberhard Gienger (1972 - 19769) je 5x in Folge zieht er mit dem leider schon verstorbenen Olympiasieger von 1956, mit  Helmut Bantz gleich, der von 1952 bis 1956 vier Mal ununterbrochen Deutscher Mehrkampfmeister war und seine Laufbahn danach mit olympischem Sprunggold in Melbourne krönte .... positive Zeichen auch für Hambüchen im Olympiajahr 2008...?! 
    >> Rekordeinstellung:
    Neben Mehrkampf und vier Gerättiteln stellte Fabian Hambüchen auch den Rekord des Ex-Leipzigers Sven TIPPELT (SC DHfK Leipzig) aus dem Jahre 1986 ein, der damals als bislang einziger Turner fünf Titel bei einer Meisterschaft gewann.
    >> ... DM 2008: GYMmedia-Wettkampfbericht

  • Gießen 2007 - war zuvor noch nie Gastgeber einer Deutschen Turn-Meisterschaft.
    Fabian Hambüchen holt den dritten Mehrkampftitel in Folge, was zuletzt Sven TIPPELT (SC DHfK Leipzig) 1986 - 88 gelungen war. (Den Rekord hält hier der Ex-Berliner Olympiasieger von 1989, Roland Brückner: 6x, von 1976 - 1981).

  • Stuttgart 2006 richtete - ein Jahr vor den Turn-Weltmeisterschaften -  2006 zum 4. Mal Deutsche Meisterschaften für Männer aus: Erstmals gewann hier 1937 der spätere Olympiasieger Konrad FREY (MTV Bad Kreuznach) den Titel eines Deutschen 12-Kampfmeisters; 1957 war es der Oppauer Philipp FÜRST und zuletzt 1973 wurde in Stuttgart Eberhard GIENGER Deutscher Mehrkampfmeister.

  • Berlin 2005 gestaltete im Rahmen des Internationalen Deutschen Turnfestes 2005 die 71. Deutschen Meisterschaften im Kunstturnen (- insgesamt mit 1932 und `40 vor dem Krieg, in Ost-Berlin 1967, `74, `80 und `83 sowie in West-Berlin zu den Turnfesten 1967 und 1987 und 2005). Damit kommt die deutsche Hauptstadt auf zusammen 7 Ausrichtungen von Männer-Meisterschaften und zieht damit mit einer weiteren vielmaligen Turnfeststadt, mit Leipzig, gleich.
    Fabian Hambüchen ist mit seinem ersten Mehrkampftitel 2005 der 110. Mehrkampfmeister der deutschen Turngeschichte. (- Siehe GYMmedia-Turnfestberichterstattung 2005)

  • Leipzig (2002) steht ebenfalls als Ausrichterstadt mit 7 Titelkämpfen an der Spitze. 
    Hier wurden 1921 die ersten Deutschen Meisterschaften und 1949 auch die ersten DDR-Meisterschaften durchgeführt; es folgten weitere in den Jahren 1982, `84, `86, `88 und zuletzt zum Turnfest wieder 2002.

  • Als Chemnitz im Jahr 2004 die 70. Jubiläumsmeisterschaften ausrichtete, fanden in dieser Stadt zum 5.  Male Männer-Turnmeisterschaften statt: In Karl-Marx-Stadt waren es die von 1953, und `57 und die letzten DDR-Meisterschaften 1989 sowie zuletzt in Chemnitz 1999.
    Damit zogen die Sachsen an Hannover vorbei, das bislang vierfacher Ausrichter war (1965, `78, `85 und `96), ebenso auch an Stuttgart mit 4 Ausrichtungen: 1937, 1957, 1973 und 2006) ...
    ... auf insgesamt 61 unterschiedliche deutsche Ausrichterstädte berechnet sich inzwischen die geografische Bilanz der Männer-Meisterschaftsgeschichte.

  • Im Jahr 2003, zu den 69. DEUTSCHEN TURN-MEISTERSCHAFTEN der Männer in Heilbronn wurde bei den insgesamt 106.Titelkämpfen der Männer der deutschen Turngeschichte (je Ost und West: DDR-Meister/BRD-Meister) der 108. Deutsche Mehrkampfmeister gesucht (- zweimal wurden die olympischen Ergebnisse als Deutsche Meisterschaften gewertet).

  • Seit 1921 wurden vor dem II. Weltkrieg 8 Mal Titelkämpfe ausgetragen, bis 1944 gab es 5 Kriegsmeisterschaften 
    und 1947 die 15. Deutschen Turnmeisterschaften in Northeim.

  • Von 1949 bis 1989 führte die DDR (DTV)  insgesamt 41 Deutsche Landesmeisterschaften (DDR-Meisterschaften des DTV) durch, in der alten BRD (DTB) begann man 1950, setzte im Olympiajahr 1952 und auch 1953 sowie auch 1958 und 1963 aus und kam bis 1990 so auf  38 Landesmeisterschaften des DTB.

  • Mit 1991, nach der politischen Wende, wurden die 57. Deutschen Turnmeisterschaften auch der Männer wieder gemeinsam durchgeführt (Bonn).

  • Alfred Schwarzmann war der erste deutsche Turner der mehrmals Mehrkampfmeister wurde: 1934, 1936 (Olympiagold) und 1938.

  • Helmut Bantz stand bereits zu den Kriegsmeisterschaften 1942 auf dem obersten Treppchen und wurde 1952 bis 1956 weitere viermal in Folge Zwölfkampfmeister in der Bundesrepublik.

  • In der DDR war der legendäre Leunaer Turner Alfred Müller der erste Turner der den 12-Kampfsieg wiederholte (1950, 1952).

  • Weit über ein Jahrzehnt beherrschte dann die Leipziger Turnschule (SC DHfK) die Szenerie:
    Zwischen 1959 und 1972 hießen die Mehrkampfmeister 3x Erwin Koppe, 4x Siegfried Fülle und 5 mal Klaus Köste.

  • Zur selben Zeit dominierten auf der westdeutschen Seite beim DTB ebenfalls 5x Philipp Fürst (TB 1889 Oppau), 4x Willi Jaschek (TSV Heusenstamm).
    Erst 2x Walter Mössinger (Tenningen) und dann
    von 1969 beherrschte Künzelsau die Szenerie:
    5x in Folge Eberhard Gienger! Nach einer einmalige Unterbrechung durch den Ex-DDR-Turner und Neu-Leverkusener Wolfgang Thüne fügte Gienger noch weitere 2 Mehrkampftitel hinzu, so dass er in dieser deutschen Rangliste an der Spitze steht und im "Fern"duell den Berliner Boden-Olympiasieger von 1980, Roland Brückner übertraf, der allerdings als Einziger 6 Mal in ununterbrochener Serie den höchsten Turntitel errang (1976-1981).

  • Seit der Wiedervereinigung gelangen bisher nur Andreas Wecker (1991, `92 und 1999 sowie dem Chemnitzer Sven Kwiatkowski (1998 und 2002 - beide Male beim Turnfest!) Wiederholungen ihres Mehrkampferfolges.

  • Als 100. deutscher Mehrkampfmeister trug sich 1995 der eingebürgerte Neu-Stuttgarter Waleri Belenki ins deutsche Turnbuch der Geschichte ein (- schade, das das damals weder jemand gemerkt, geschweige denn entsprechend gewürdigt hätte...!)

  • Als unübertroffener Turnklub steht der SC DHfK Leipzig mit sage und schreibe 18 x Mehrkampfgold in den Annalen! Dieses bedeutende Turnzentrum der DDR ist längst  "abgewickelt" worden, Sachsens neues Zentrum liegt jetzt beim KTV Chemnitz.

  • Der Ausrichter der 69. Deutschen Meisterschaften 2003 in Heilbronn, die TG Böckingen,
    war bereits 1997 Gastgeber.  Nach 15 Jahren (Sylvio Kroll 1988) gewann mit Ronny Ziesmer wieder ein Cottbuser Turner einen Deutschen Mehrkampftitel.
    Fabian Hambüchen gewann schon als 15-Jähriger 3 Gerätetitel (Pauschenpferd, Sprung, Barren) und wurde damit 2003 jüngster Deutscher Meister der Turngeschichte! Zuvor hatte er bereits die als 1. WM-Qualifikation ausgeschriebenen erste Kür  gewonnen, ließ aber das Mehrkampffinale aus belastungsschonenden Gründen aus. >> GYMmedia-Wettkampfbericht

(C) gymmedia / Eckhard Herholz

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( DDR/GDR;   BRD/FRG)
 

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update: 10-06
-2008

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